Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Sicherer Remote Service

Basis für neue Geschäftsmodelle

Der Fernzugriff auf Maschinen ist aus der Automatisierungswelt nicht mehr wegzudenken. Zeiten, in denen er nur bei Störfällen genutzt wurde, sind längst vorbei. Denn schließlich bietet der Zugriff aus der Ferne – sofern sicher und zuverlässig eingerichtet – vielfältige Möglichkeiten für neue datenbasierte Dienstleistungen. Der durch vorausschauende Wartung, Prozessoptimierung oder standortübergreifender Zusammenarbeit generierte Mehrwert ist erheblich und eröffnet komplett neue Geschäftsfelder.

Vereinfachte Darstellung der hochverfügbaren, weltweiten Cloud-Infrastruktur von Talk2M (Bild: HMS Industrial Networks GmbH)

Vereinfachte Darstellung der hochverfügbaren, weltweiten Cloud-Infrastruktur von Talk2M (Bild: HMS Industrial Networks GmbH)

Bei Industrie 4.0 geht es weniger um die Entwicklung neuer Geräte und Maschinen. Es geht vielmehr darum, relevante Informationen zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen, auf deren Basis sich fundierte Entscheidungen schneller treffen lassen. In diesem Szenario kommen Lösungen und Dienstleistungen rund um Fernzugriff, Fernwartung und Datenmanagement eine zentrale Rolle zu. Solche Remote Solutions gehen über den reinen Fernzugriff weit hinaus. Sie stellen einen sicheren Kommunikationskanal bereit, um Daten zu sammeln, zu visualisieren oder vorzuverarbeiten und sie für übergeordnete Systeme (z.B. MES oder ERP) bereitzustellen. Auch der automatische Versand von Alarmen ist über diesen Kommunikationskanal möglich. Mit Ewon bietet HMS als Hersteller und Wachendorff Prozesstechnik als Vertriebspartner eine skalierbare Komplettlösung für sicheren Fernzugriff und industrielle Datendienste. Plattformunabhängig und weltweit verfügbar lassen sich so Steuerungen aller bekannten Anbieter in ein herstellerneutrales und globales Gesamtkonzept integrieren. Der Maschinenbauer erhält über ein einheitliches System Zugriff auf all seine Maschinen und Anlagen. Ewon besteht aus drei Komponenten:

Komponente 1: die Hardware

Die Hardwarebasis bilden vielseitige industrielle VPN-Router, die an der Maschine vor Ort montiert und mit der jeweiligen Steuerung seriell, über Ethernet, per WLAN oder USB verbunden werden. Sie sprechen die Sprache der jeweiligen SPS. Je nach Anforderung kommen verschiedene VPN-Router zum Einsatz: Das Modell Ewon Cosy für einfache Applikationen und Ewon Flexy mit individueller Anpassungen für die Datenvorverarbeitung für anspruchsvolle Anwendungen und umfassende Datendienste.

Komponente 2: der Server

Der cloudbasierte Rendezvous-Server Talk2M, Dreh- und Angelpunkt der Ewon-Lösung, ermöglicht den einfachen Verbindungsaufbau und garantiert eine Verfügbarkeit von 99,6 Prozent. Der Dienst ist weltweit verfügbar und besteht aus derzeit 26 hochverfügbaren Servern, die die VPN-Verbindungen verwalten und gegen unberechtigte Zugriffe schützen. Durch den vernetzten Serververbund unterstützt Talk2M Redundanz und Lastmanagement sowie weltweite, garantierte Verfügbarkeit. Jeder Ewon-VPN-Router verbindet sich ausschließlich über den Talk2M-Server mit einer Maschine. Ein Authentifizierungsmechanismus stellt sicher, dass jeder Ewon-Router mit dem Talk2M-Server spricht, der denselben Schlüssel hat. Ein ähnlicher Mechanismus garantiert, dass Anwender nur mit den Routern kommunizieren können, für die Zugriffsrechte eingeräumt sind. Der Rendezvous-Server unterstützt alle etablierten Kommunikationsstandards. Talk2M basiert auf den offenen Standards openVPN und HTTPs. Kunden können über APIs auf dem Router oder in Talk2M eigene Anwendungen entwickeln.

Fernzugriff & IT/OT-Integration mit Ewon im Kontext von Industrie 4.0 (Bild: HMS Industrial Networks GmbH)

Fernzugriff & IT/OT-Integration mit Ewon im Kontext von Industrie 4.0 (Bild: HMS Industrial Networks GmbH)

Komponente 3: die Software

Die Ewon-Software eCatcher ist Client für Fernzugriff und für Anlagen- bzw. Nutzerverwaltung. Die Software wird auf dem Windows-PC installiert. In Vorbereitung sind auch Versionen für mobile Geräte wie Tablets und Smartphones. Mithilfe des Tools verbinden sich Anwender von ihrem PC aus mit der entfernten Anlage. Bei Talk2M wurde besonders hoher Wert auf die Security gelegt. Ewon wendet die Guidelines für Cyber Security in industriellen Anwendungen gemäß ISA62443 und NIST SP800 nach dem Defence-in-Depth-Prinzip für die gestaffelte Verteidigung konsequent an. Die Security-Merkmale beinhalten:

  • Der gesamte Datenverkehr wird zertifikatsbasiert und verschlüsselt über VPN-Verbindungen nach dem openVPN-Standard übertragen.
  • Es sind nur ausgehende Verbindungen erlaubt. Daher müssen keine Firewall-Ports für eingehende Daten im Internet zugänglich gemacht werden.
  • Es werden keine statischen IP-Adressen verwendet.
  • Der Zugriff kann über eine zweistufige Authentifizierung und eine abgestufte Benutzerverwaltung erfolgen.

Basis für neue Geschäftsmodelle

Remote Services sind Basis für intelligentere und flexiblere Fabriken und ermöglichen neue digitale Geschäftsmodelle mit Fokus auf einer Lebenszyklus- und Serviceoptimierung. Unternehmen können unter den Rahmenbedingungen von Industrie 4.0 ihre Produkte auf ganz neue Weise anbieten oder zusätzlichen Kundennutzen durch Mehrwertservices über den Produktlebenszyklus hinweg erzeugen. Die Wertschöpfungspotenziale lassen sich in folgenden Stufen anschaulich darstellen:

  • Verbinden und Zugreifen: Über die physikalische Verbindung erfolgt über das Internet der Fernzugriff auf Maschinen, Steuerungen und Feldequipment. Per Fernzugriff können Außendiensttechniker bei der Inbetriebnahme unterstützt werden. Auch Fehlersuche, Fehlerbehebung oder SPS-Programmierung lassen sich per Fernzugriff lösen. Vorausschauende Wartung beginnt hier und geht fließend in die nächste Stufe über.
  • Überwachen: Durch Monitoring und Alarmierung lassen sich Maschinendaten online visualisieren und Fehlermeldungen automatisch absetzen. Das hilft bei der Fehlerbehebung, zudem erhält der Anwender Informationen über den Maschinenstatus und die wichtigsten Kennzahlen.
  • Sammeln: Bei der vierten Stufe geht es um das Sammeln von Maschinen- oder Anlagendaten. Hier ist das Stichwort Big Data einzuordnen. Hier kann der Ewon-Router Flexy Daten vorverarbeiten und das Auswerten aufbereiteter Daten erleichtern.
  • Integrieren: Für eine vollständige Industrie4.0-Anwendung gehört die Integration der Fernwartungslösung in ERP-Systeme und Unternehmenssoftware unbedingt dazu.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der Aufbau einer kabelgebundenen Ortungsinfrastruktur auf großen Flächen wie Lagerhallen, Baustellen oder in der Prozessindustrie ist kostspielig und zeitaufwendig.‣ weiterlesen

KI-getriebene Convolutional Neuronal Networks in selbstfahrenden Autos sollen andere Verkehrsteilnehmer erkennen. Dabei gilt: Je selbstständiger das Auto, desto komplexer der Algorithmus und undurchschaubarer dessen Weg zur getroffenen Entscheidung. Ein Validierungs-Tool soll helfen, diesen besser zu verstehen.‣ weiterlesen

Erfolgreiche KI-Projekte kombinieren das Domänenwissen von Prozessbeteiligten mit der Expertise von Datenanalysten und IT-Spezialistinnen. Da nicht jedes Maschinenbauunternehmen über diese drei wichtigen Kompetenzfelder verfügt, sind Kooperationen wichtige Bestandteile von KI-Projekten.‣ weiterlesen

Extreme Networks hat die Verfügbarkeit des Wi-Fi 6E Access Point bekanntgegeben. Als Wireless-Plattform erweitert der Zugangspunkt den Einsatzbereich auf das 6GHz-Frequenzband. Das Gerät wurde für Umgebungen mit hohen Anforderungen an Bandbreite und Nutzerdichte entwickelt und zeichnet sich Anbieterangaben zufolge durch seine Perfomance, Funktionalität und Sicherheit aus.‣ weiterlesen

Die Ersatzteilversorgung in der Automobilindustrie besitzt einen sehr kurzfristigen Charakter. Anwendungen zum Abbilden solcher Prozesse sind S/4Hana Supply Chain Management sowie S/4Hana-Automotive-Ersatzteilmanagement. Die wichtigen Zielgrößen für die Versorgungsqualität sind Lieferservicegrad und Time-to-Delivery.‣ weiterlesen

Im Cloud-Projekt Gaia-X entstehen Infrastruktur-Angebote, mit denen Hersteller digitale und vernetzte Produkte entwickeln können, ohne in Abhängigkeit zu Technologiekonzernen zu geraten. Die Strukturen dafür sind bereits etabliert. Jetzt ist es an den Produzenten, durch ihre Mitwirkung aus dem Projekt eine europäische Erfolgsgeschichte zu machen.‣ weiterlesen

Werma bietet ein neues Ruf- und Meldesystem zur Prozessoptimierung in Fertigung, Logistik und an manuellen Arbeitsplätzen an. Mit dem Andon WirelessSet lassen sich Probleme bei der Produktion per Knopfdruck melden, um die Behebung zu beschleunigen.‣ weiterlesen

Alle Werte einer Lieferkette im Blick zu behalten, ist eine Mammutaufgabe - können diese doch schnell in die Millionen gehen. Behälter mit benötigten Materialien müssen nicht mal verschwinden, schon der falsche Lagerplatz im Werk kann die Produktion ausbremsen. Tracker können dafür sorgen, dass nichts Wichtiges aus dem Blick gerät.‣ weiterlesen

Siemens und Zscaler arbeiten zusammen, um Kunden den sicheren Zugriff vom Arbeitsplatz im Büro oder mobil auf Operational-Technology(OT)-Systeme und -Anwendungen im Produktionsnetzwerk zu ermöglichen.‣ weiterlesen

Der österreichische Ableger von Bechtle hat Open Networks erworben. Die neuen Spezialisten bringen insbesondere Erfahrung in den Bereichen Application Services, Datacenter, Security und Netzwerk mit. Die Firma betreut rund 250 Kunden im Alpenstaat.‣ weiterlesen

Viele Konzepte etwa für Modern Workplaces und Digitalisierung hinterfragen Unternehmenskonzepte, die auf traditionelle Strukturen und Hierarchien setzen. Robert Lindner, Senior Regional Director & Country Manager Germany bei Red Hat, hat vier zentrale Grundsätze herausgearbeitet, wie sich Innovation befördern lässt, insbesondere als ein Unternehmen im Open-Sorce-Softwaremarkt.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige