Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Barrierefreies FDT dank Desktopvirtualisierung

Beitrag drucken
Der Remote FDT-Server fügt sich per VNC oder RDP und Web Services in die vorhandene Kommunikationsstruktur der Scada-Ebene ein. Bild: M&M Software

Kompatibilität und Lizenzen

Bei der VNC-Variante laufen die DTM in einer 32-Bit-Umgebung, Kompatibilitätsprobleme sind daher eher unwahrscheinlich. Die RDP-Variante läuft dagegen auf Windows Server 2008 R2, einem 64-Bit-Betriebssystem. Einige ältere DTM könnten hier Problem machen, dafür sind die Lizenzbedingungen klarer: Neben der Serverlizenz für jede Bedienstation genügt eine RDS Client Access License. Für den Einsatz des VNC-Systems werden pro laufender VM zusätzliche Windows Workstation-Lizenzen benötigt, was den Anwender vor die ein oder andere technische und lizenzrechtliche Hürde stellen kann.

Ein weiterer Vorteil von RDP liegt im eingebauten Verschlüsselungssystem, das im Bedarfsfall bei VNC nachgerüstet werden muss. Aus Anwendersicht sind beide Varianten jedoch funktional identisch. Welches Virtualisierungsverfahren zum Einsatz kommt, hängt vor allem von den Präferenzen der IT-Abteilung ab. In jedem Fall sollten Unternehmen darauf achten, dass Hardwareausstattung und vor allem Arbeitsspeicher der Anzahl erwarteter, paralleler Benutzersessions gerecht werden. Als Faustregel gilt ein halbes Gigabyte Speicherplatz pro aktiver Benutzersession, beim Einsatz ressourcenhungriger DTM kann sich dieser Wert aber auch verdoppeln.

Integration in Leitsysteme

Ungeachtet der Server-Software stehen Client-Komponenten für verschiedene Betriebssysteme bereit, vielfach als Open Source oder Freeware, zusätzlich bietet der Server auch eine fertige Anzeigekomponente für die Client-Seite. So lassen sich DTM-Benutzerschnittstellen über den Remote FDT-Server in nahezu jede Scada-HMI mit überschaubarem Aufwand integrieren. Die Remote-Lösung gestattet außerdem den DTM-Zugriff per Webbrowser. Dafür vergibt der eingebauten Web-Server eine spezifische URL für jeden DTM. Als Client kommen neben PC-basiereten Lösungen auch mobile Geräte mit entsprechender Displaygröße infrage. Das iPad von Apple ist hierfür ein plakatives, wenn auch nicht praxisrelevantes Beispiel.

Datenbrücke in die Feldebene

Die vorgestellte Lösung ist sicher nicht das erste Konzept, das Terminal-Server oder ähnliche Technologien verwendet, um FDT/DTM als Serverlösung verfügbar zu machen. Dafür trägt der FDT-Server jedoch den besonderen Anforderungen des Anlagenbetriebs Rechnung und bietet einfache Integration auch in Scada-Lösungen ohne FDT-Unterstützung. Dadurch ergeben sich mehrere Vorteile für Anwender:

  • Die zentrale und einmalige Installation von DTM spart Zeit und Kosten.
  • In das Scada-System integrierte DTM gestatten dem Anlagenbediener eine effizientere Fehlersuche und Diagnose.
  • Der eingebaute Web-Server ermöglicht bei Bedarf den mobilen Zugriff für Wartungsarbeiten auch über das Internet.
  • Remote FDT-Server macht FDT als voll integrierte Lösung erstmalig auch für bestehende Anlagen unter Linux und anderen Betriebssystem-Plattformen verfügbar.

Der Remote FDT Server unterstützt derzeit DTMs nach FDT 1.2 und 1.2.1, Unterstützung für den kommenden FDT 2.0-Standard ist für die nahe Zukunft geplant. Die Unterstützung von FDI hängt von der Kompatibilität von FDI und FDT ab.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der Aufbau einer kabelgebundenen Ortungsinfrastruktur auf großen Flächen wie Lagerhallen, Baustellen oder in der Prozessindustrie ist kostspielig und zeitaufwendig.‣ weiterlesen

KI-getriebene Convolutional Neuronal Networks in selbstfahrenden Autos sollen andere Verkehrsteilnehmer erkennen. Dabei gilt: Je selbstständiger das Auto, desto komplexer der Algorithmus und undurchschaubarer dessen Weg zur getroffenen Entscheidung. Ein Validierungs-Tool soll helfen, diesen besser zu verstehen.‣ weiterlesen

Erfolgreiche KI-Projekte kombinieren das Domänenwissen von Prozessbeteiligten mit der Expertise von Datenanalysten und IT-Spezialistinnen. Da nicht jedes Maschinenbauunternehmen über diese drei wichtigen Kompetenzfelder verfügt, sind Kooperationen wichtige Bestandteile von KI-Projekten.‣ weiterlesen

Extreme Networks hat die Verfügbarkeit des Wi-Fi 6E Access Point bekanntgegeben. Als Wireless-Plattform erweitert der Zugangspunkt den Einsatzbereich auf das 6GHz-Frequenzband. Das Gerät wurde für Umgebungen mit hohen Anforderungen an Bandbreite und Nutzerdichte entwickelt und zeichnet sich Anbieterangaben zufolge durch seine Perfomance, Funktionalität und Sicherheit aus.‣ weiterlesen

Die Ersatzteilversorgung in der Automobilindustrie besitzt einen sehr kurzfristigen Charakter. Anwendungen zum Abbilden solcher Prozesse sind S/4Hana Supply Chain Management sowie S/4Hana-Automotive-Ersatzteilmanagement. Die wichtigen Zielgrößen für die Versorgungsqualität sind Lieferservicegrad und Time-to-Delivery.‣ weiterlesen

Im Cloud-Projekt Gaia-X entstehen Infrastruktur-Angebote, mit denen Hersteller digitale und vernetzte Produkte entwickeln können, ohne in Abhängigkeit zu Technologiekonzernen zu geraten. Die Strukturen dafür sind bereits etabliert. Jetzt ist es an den Produzenten, durch ihre Mitwirkung aus dem Projekt eine europäische Erfolgsgeschichte zu machen.‣ weiterlesen

Werma bietet ein neues Ruf- und Meldesystem zur Prozessoptimierung in Fertigung, Logistik und an manuellen Arbeitsplätzen an. Mit dem Andon WirelessSet lassen sich Probleme bei der Produktion per Knopfdruck melden, um die Behebung zu beschleunigen.‣ weiterlesen

Alle Werte einer Lieferkette im Blick zu behalten, ist eine Mammutaufgabe - können diese doch schnell in die Millionen gehen. Behälter mit benötigten Materialien müssen nicht mal verschwinden, schon der falsche Lagerplatz im Werk kann die Produktion ausbremsen. Tracker können dafür sorgen, dass nichts Wichtiges aus dem Blick gerät.‣ weiterlesen

Siemens und Zscaler arbeiten zusammen, um Kunden den sicheren Zugriff vom Arbeitsplatz im Büro oder mobil auf Operational-Technology(OT)-Systeme und -Anwendungen im Produktionsnetzwerk zu ermöglichen.‣ weiterlesen

Der österreichische Ableger von Bechtle hat Open Networks erworben. Die neuen Spezialisten bringen insbesondere Erfahrung in den Bereichen Application Services, Datacenter, Security und Netzwerk mit. Die Firma betreut rund 250 Kunden im Alpenstaat.‣ weiterlesen

Viele Konzepte etwa für Modern Workplaces und Digitalisierung hinterfragen Unternehmenskonzepte, die auf traditionelle Strukturen und Hierarchien setzen. Robert Lindner, Senior Regional Director & Country Manager Germany bei Red Hat, hat vier zentrale Grundsätze herausgearbeitet, wie sich Innovation befördern lässt, insbesondere als ein Unternehmen im Open-Sorce-Softwaremarkt.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige