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Automatische Zutrittskontrolle

Sensible Bereiche absichern

Der Automatisierungsanbieter IEF Werner GmbH hat im Dezember 2009 ein neues Zutrittskontrollsystem eingeführt. Damit sichert das Unternehmen den Zugang zu seinem Firmengebäude und besonders sensiblen Bereichen auf dem Firmengelände ab. Gleichzeitig lässt sich die neue Lösung leichter administrieren als die Vorgängerin. Das alles konnte zu sehr geringen Kosten realisiert werden.

Bild: Bitzer

Wenn Industrieroboter präzise und vollautomatisch ganz unterschiedliche Materialien bearbeiten, dann ist es gut möglich, dass Technologie der IEF Werner GmbH mit am Werk ist. Denn seit mittlerweile 30 Jahren entwickelt und fertigt das Unternehmen aus Furtwangen innovative Handhabungskomponenten, Transport- und Positionierungseinheiten sowie Palettierer für die Automatisierungstechnik. Im Jahr 2008 haben die etwa 120 Mitarbeiter des Mittelständlers damit 20 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Um sicherzustellen, dass wirklich nur befugte Personen in das Firmengebäude des Unternehmens gelangen und die neuesten Entwicklungsergebnisse nicht ungewollt nach außen dringen, hat das Schwarzwälder Unternehmen im Dezember 2009 ein neues Zutrittskontrollsystem eingeführt.

Unzureichende Verschlüsselung ist ein Sicherheitsrisiko

Das bis dahin im Einsatz befindliche System, das neben der Zutrittskontrolle auch eine Zeiterfassung beinhaltete, wurde den zunehmenden Anforderungen des Unternehmens bezüglich hoher Sicherheit und einfacher Handhabung nicht mehr gerecht. Verbesserungspotenzial zeigte vor allem die Datenablage auf den RFID-Tags der ‚alten‘ Chipkarten, mit denen die Mitarbeiter die Eingangstür öffneten und sich auch zu speziell gesicherten Bereichen Zutritt verschafften. Denn die Zutrittsinformationen waren nur unzureichend verschlüsselt: Mit einer leicht über das Internet zu organisierenden Ausrüstung hätten Dritte die Daten der RFID-Tags ohne große Mühe auslesen und auf neue Karten kopieren können. Auf diese Weise hätte Unbefugten der unbemerkte Zutritt zu sämtlichen Bereichen des Firmengeländes offen gestanden. Zudem musste der zuständige System-Administrator durch ein umfangreiches Menü navigieren, um etwa einen elektronischen Schlüssel für einen neuen Mitarbeiter zu erstellen oder bestehende Berechtigungsprofile zu bearbeiten. Hinzu kamen vergleichsweise hohe Wartungskosten: Der Systemanbieter verlangte für jedes Update, von denen jedes Jahr vier oder fünf anstanden, deutlich über 800 Euro.

Auf der Suche nach einer hochsicheren Zutrittslösung

Da mit der alten Lösung auf keinen Fall weiter gearbeitet werden sollte, nahm die IEF Werner GmbH verschiedene Anbieter von kombinierten Zutrittskontroll- und Zeiterfassungssystemen in Augenschein. Nach eingehendem Vergleich und dem Test einer kostenfreien Vorführversion entschied sich das Unternehmen für das System Timecard Premium Plus von Reiner SCT. Die Lösung deckte sich mit den Anforderungen des Fertigungsbetriebs und war für die Hälfte der reinen Updatekosten des Altsystems erhältlich. Nachdem die Software installiert und an die bereits vorhandene Hardware-Infrastruktur angepasst worden war, arbeiten die Schwarzwälder seit Dezember 2009 nun mit der neuen Lösung.

Kopiersichere elektronische Schlüssel

Sicherheitsbedenken bestehen seitdem nicht mehr, denn die elektronischen Schlüssel zu kopieren, ist heute nahezu unmöglich. Das liegt vor allem daran, dass die RFID-Chipkarten und RFID-Transponder mit der Mifare-Desfire-Technologie ausgestattet wurden. Das Verfahren wurde analog zu den bei der Verschlüsselung von EC-Karten üblichen Algorithmen mit dem Standard EAL 4+ zertifiziert. Aber nicht nur bei der Sicherheit, auch bei der Administration des Systems hat sich seit der Einführung der neuen Lösung einiges getan. So müssen die verantwortlichen Mitarbeiter aus dem IT-Bereich heute nicht mehr durch eine unübersichtliche Menüstruktur klicken. Eine klar gegliederte Benutzeroberfläche gestattet den Anwendern, komfortabel Karten oder Transponder für neue Mitarbeiter zu erstellen und zu verwalten. Über die Software lassen sich auch Berechtigungsprofile anlegen, die im System festschreiben, welcher Mitarbeiter wann welche Bereiche des Firmengeländes betreten darf. Diese Funktionalität ist etwa dann hilfreich, wenn das IT-Personal auch kurzfristig das Profil für einen Nutzer ändern will. Zum Beispiel, weil ein Werker ausnahmsweise am Samstag ins Unternehmen muss, ihm seine Karte die Türen aber eigentlich nur unter der Woche zwischen sechs und 21 Uhr öffnet. Um hier eine Ausnahme im System zu hinterlegen, reichen wenige Mausklicks.

Dokumentation für nachvollziehbare Vorgänge

Ähnlich einfach geht das Sperren verlorengegangener Schlüssel von der Hand. Wird anschließend versucht, mit der entsprechenden Karte eine Tür zu öffnen, alarmiert das System unverzüglich den Administrator. Das Gleiche geschieht, wenn mit nicht autorisierten Karten der Zugang zu gesicherten Bereichen geöffnet werden soll. Wie alle anderen Vorgänge werden diese Versuche auch vom Zutrittskontrollsystem dokumentiert. So kann auch noch im Nachhinein nachvollzogen werden, wer sich wann wo aufgehalten hat.

Für die Mitarbeiter bleibt alles beim Alten

Für die Mitarbeiter der IEF Werner GmbH hat sich – im Gegensatz zur Arbeit der Administratoren der IT-Abteilung – kaum etwas geändert. Sie führen wie gewohnt beim Betreten des Gebäudes durch den Haupt- oder Nebeneingang den Schlüssel am außen angebrachten Lesegerät vorbei. Die gleiche Kontrolle erfolgt beim Zutritt in einen der beiden speziell gesicherten Bereiche des Unternehmens. Neu ist nur, dass die Mitarbeiter bei der Wahl des Zutrittsschlüssels zwischen einer Chipkarte für die Geldbörse und einem Transponder für den Schlüsselbund wählen können, dessen Größe in etwa der eines Zwei-Euro-Stücks entspricht – ganz nach Geschmack.

Günstiger als herkömmliche Schließsysteme

Neben der deutlich erhöhten Sicherheit und dem reduzierten Administrationsaufwand profitierten die Automatisierungsspezialisten auch in wirtschaftlicher Hinsicht von der Einführung der neuen Zutrittslösung: Die regelmäßigen Updates der Software sind anders als beim Vorgängersystem kostenlos. Hinzu kommt, dass eine elektronische Lösung im Langzeitbetrieb generell günstiger ist als herkömmliche Schließsysteme. So ist es äußerst kostspielig, Sicherheitsschlüssel beim Hersteller anfertigen zu lassen – vor allem dann, wenn ein komplexes Berechtigungskonzept berücksichtigt werden muss. Eine Karte mit einem individuellen Berechtigungsprofil zu erstellen, nimmt nur wenige Minuten in Anspruch und kostet im Durchschnitt nicht einmal neun Euro.

 

Komponenten für Automatisierungstechnik und Sondermaschinenbau

Die IEF Werner GmbH mit Hauptsitz in Furtwangen entwickelt und produziert Komponenten für die Automatisierungstechnik und den Sondermaschinenbau. Was 1980 als reines Ingenieurbüro für Konstruktion und Planung begann, hat sich heute zu einem weltweit tätigen Unternehmen entwickelt. Mit spezieller Ausrichtung auf Telekommunikation, Elektrotechnik und Automotive bietet IEF Werner ein umfangreiches Sortiment an Handhabungskomponenten, Transport- und Positioniersystemen sowie Palettierern. Anlagenberatung gehört ebenso zum Leistungsspektrum des innovativen Unternehmens wie die individuelle Konfiguration kundenspezifischer Varianten durch ein modulares Aufbaukonzept.

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