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Interview mit Sylke Schulz-Metzner, Vice President SPS bei der Mesago GmbH

„Automation bleibt die Speerspitze der Konjunktur“

Aus SPS IPC Drives mach SPS – Smart Production Solutions: Zum 30-jährigen Bestehen hat sich die Automatisierungsmesse in Nürnberg einen neuen Namen gegeben. Was dahinter steckt und was die Besucher von der diesjährigen Auflage der Messe erwarten können, beantwortet Sylke Schulz-Metzner, Vice President SPS bei der Mesago GmbH, im Interview.

Bild: Mesago Messe Frankfurt GmbH

Bild: Mesago Messe Frankfurt GmbH

Von SPS IPC Drives zur sps – smart production solutions: Warum die Namensänderung?

Sylke Schulz-Metzner: Der Name SPS IPC Drives, zusammengesetzt aus den drei Hardwarekomponenten Speicherprogrammierbare Steuerungen, Industrie-PC und Antriebstechnik, hat schon lange nicht mehr das gesamte Spektrum der Messe widergespiegelt. Seit Jahren war die Messe schon mehr als die drei Komponenten der elektrischen Automatisierung, vor allem das zunehmende Zusammenwachsen von IT und Produktion findet sich schon länger auf der Messe wieder. Dieser Entwicklung wollen wir mit dem neuen Namen Rechnung tragen.

Abgesehen vom neuen Namen, was sind die größten Veränderungen im Vergleich zur Vorjahresausgabe?

Schulz-Metzner: Trotz Namensänderung bleibt die SPS ihrem Konzept treu und die inhaltliche Ausrichtung der Veranstaltung bleibt bestehen. Wie in den Vorjahren können sich die Besucher vor Ort bei spannenden Produktpräsentationen, interessanten Fachvorträgen und Live-Anwendungen auf den Messeforen oder bei den Ausstellern selbst über die neuesten Trends und Produkte der smarten und digitalen Automation informieren. Zusätzlich bieten die Guided Tours den Besuchern die Möglichkeit, sich in ca. 1,5 Stunden bei ausgewählten Ausstellern zu den Themen Machine Learning und KI, Predictive Maintenance, Industrial Security in der Fertigung und Cloud-Ecosysteme zu informieren. Der Fokus der Touren liegt in diesem Jahr auf echten Use Cases.

 (Bild: Mesago Messe Frankfurt GmbH)

(Bild: Mesago Messe Frankfurt GmbH)

Die Industrie befindet sich derzeit in einem schwierigen Fahrwasser, inwiefern wirkt sich diese Unsicherheit auf die Aussteller bzw. auf die Messe aus?

Schulz-Metzner: In der Branche der Automation ist derzeit definitiv eine Dämpfung zu spüren. Und es gibt sicher einige – vor allem auch politische Unwägbarkeiten, die eine Prognose für die nächsten paar Jahre sehr schwer machen. Langfristig wird die Automation sicherlich eine Speerspitze der Konjunktur bleiben und sich auch sehr positiv entwickeln – davon sind wir und auch unser Ausstellerbeirat überzeugt. Aus diesem Grund werden bei der SPS 2019 auch keine Aussteller fehlen. Die aktuellen Buchungszahlen zeigen uns, dass die SPS weiterhin die bedeutendste Fachmesse für die gesamte Automatisierungsbranche ist.

Für IT-Firmen ist die SPS-Messe nicht immer die erste Wahl. Wie gelingt es Ihnen, diese auf die Messe aufmerksam zu machen?

Schulz-Metzner: Durch den Einzug der Digitalisierung in die Industrie ergeben sich neue Chancen für die industrielle Automatisierung. Wo vorher der Fokus vermehrt auf Hardwarekomponenten lag, spielen heute auch Schnittstellentechnologien, industrielle Kommunikation und ganzheitliche Lösungsansätze, vor allem die Software, eine wichtige Rolle. Somit wurde die SPS auch bei den IT-Firmen in den letzten Jahren immer bekannter. Viele stellen sogar schon seit ein paar Jahren im Verbund mit den Automatisierungsanbietern auf der SPS aus. Werden wir darüber hinaus auf ein Unternehmen aufmerksam, das mit seinen Produkten und Anwendungen zur SPS passt, sprechen wir dieses direkt an. Der persönliche Kontakt zu unseren Ausstellern ist uns sehr wichtig. Dies handhaben wir aber nicht nur mit IT-Firmen so, sondern auch mit anderen Unternehmen.

Welche Ausstellungsbereiche werden in diesem Jahr besonders herausstechen und warum?

Schulz-Metzner: Aktuell spielt vor allem das Thema Sicherheit eine große Rolle in der Automatisierungsbranche. Aus diesem Grund haben wir uns in diesem Jahr dazu entschieden, in Halle 6 einen ausgewiesenen Bereich zum Thema Industrial Security, direkt neben den anderen IT-Anbietern, anzubieten. Dort können sich die Fachbesucher unter anderem bei Ausstellern wie Genua, Fortinet oder dem Bundesamt für Sicherheit (BSI) über die aktuellsten Produkte und Anwendungen der Industrial Security informieren.

Wenn die Messe am 28. November ihre Pforten schließt, was wird den Besuchern am ehesten in Erinnerung bleiben?

Schulz-Metzner: Mir persönlich bleiben meist die tollen und anregenden Gespräche mit Ausstellern, Besuchern und Journalisten, aber auch die eindrucksvollen Messestände der Aussteller in Erinnerung. Dem Besucher wünschen wir natürlich, dass er vor Ort die Antwort auf sein konkretes Anliegen sowie Lösungsansätze für die Herausforderungen von morgen findet. Und dass er die SPS für das kommende Jahr wieder fest in seinem Terminkalender einplant.

Bild: Mesago Messe Frankfurt GmbH

Bild: Mesago Messe Frankfurt GmbH


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