Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Auftragsfertigung mit hoher Variantenvielfalt

Komplettsystem für Handel und Produktion

Stühle, Clubsessel, Tische, Terrassenmöbel – aus dem kleinen Münchner Laden GO IN ist ein global agierendes Unternehmen für Einrichtungen in der Gastronomie, Hotellerie und Industrie geworden. Die Fertigung ist auftragsbezogen, das Lager mit 15.000 Palettenstellplätzen chaotisch, die Kunden sind international. Zur Verwaltung setzt das Unternehmen auf eine Unternehmenslösung, die Prozesse aus Handel und Produktion gleichermaßen abbilden kann.

Bild: Alpha Business Solutions AG

Was als kleiner Einzelhandel in der Münchner Innenstadt begann, mit Möbeln für Zuhause, ist zum professionellen Einrichtungsanbieter geworden, der Hotel- und Gastronomieketten wie Ibis, Starbucks oder McDonalds und Unternehmen wie Tchibo zu seinen Kunden zählt. Im Olympiajahr 1972 gegründet, traten zu reinen Handelsprodukten im Laufe der Zeit selbst hergestellte Einrichtungsgegenstände mit eigenem Design. Der Einzelhandel in München begann nach und nach immer mehr Interessenten aus der Gastronomie anzuziehen, die Möbel in großen Stückzahlen benötigen. Die Nachfrage stieg, das Unternehmen expandierte und eröffnete unter anderem Niederlassungen in Paris und Wien. „Wir haben uns räumlich breiter aufgestellt und unsere Produktpalette erweitert“, sagt Jens Müller, der im Unternehmen sowohl für IT als auch für Product & Change Management verantwortlich ist. „Die Kunden wollen heute neben Qualität auch individuell konzipierte Einrichtungen und Designs. Ein spezielles Polsterkonzept zum Beispiel oder bestimmte Materialien.“

Eine dreiviertel Million Artikel im System

Daraus resultierten ein Baukastenprinzip und eine hohe Variantenvielfalt, die es zu bewältigen gilt. Die Zahlen können das belegen: Waren im Jahr 2011 noch rund 139.000 Artikel aus der Werkstatt, der Polsterei, der Lackiererei oder der Kommissionsfertigung in den Vertriebsbelegen des Unternehmens enthalten, waren es nur zwei Jahre später bereits mehr als eine dreiviertel Million. „Diesen Größenordnungen kommen Sie mit einer in die Jahre gekommenen, nicht mehr updatefähigen Software und ein paar angebundenen Zusatzlösungen auf Dauer nicht mehr bei“, sagt Müller. Das Unternehmen stellte sich daher IT-seitig neu auf und führte mit Hilfe des Realisierungspartners Alpha Business Solutions Anfang des Jahres 2013 das Enterprise Recource Planning-Komplettsystem (ERP) proalpha ein. Dabei zeigte sich im Produktivbetrieb schnell die gewünschte Entspannung der zuvor bestehenden Schnittstellen-Problematik. Auch die internationale Ausrichtung des Unternehmens war durch verschiedene Landesversionen des Systems abgedeckt.

Flexibel produzieren mit chaotischer Lagerhaltung

„Über die neue Lösung können wir viele zusätzlich entstandene Prozesse und die höheren Anforderungen der Kunden wieder abbilden; im Wareneingang, in der Produktion als auch in der Lagerlogistik“, erläutert Müller. Über 40.000 Kommissionsbestellungen laufen heute ebenso über die Lösung wie die inhouse produzierten und veredelten Produkte, die rund 30 Prozent des Verkaufsvolumens ausmachen. Besonders wichtig ist dem Unternehmen die Abbildung der chaotischen Lagerhaltung, weil es aufgrund des Baukastenprinzips alle Artikel vorhalten will, um entsprechend schnell und unter Berücksichtigung der individuellen Wünsche auf die Kunden eingehen zu können. Um die komplexe Lagerhaltung effizient zu steuern, werden Ein-, Aus- oder Umlagerungen automatisch protokolliert und im System hinterlegt. Zudem konnte der Betrieb mithilfe der Software sowohl die Zahl der manuell ausgestellten Belege sowie Erfassungsfehler deutlich reduzieren. Auch das in saisonalen Hochphasen gelegentlich auftretende Problem von vergessenen Buchungen gehört nun der Vergangenheit an. „Wir sehen jetzt auf einen Blick, welche Mengen unter Berücksichtigung von Kommissionsbindungen, Reservierungen und Sicherheitsbeständen gerade verfügbar sind und wo sich diese befinden“, schildert Müller. Das senkt die Lagerkosten des Unternehmens, weil aufgrund der optimalen Nutzung weniger Pufferstellflächen nötig sind.

google plus


Das könnte Sie auch interessieren:

Der Gedanke hinter dem Internet of Things ist im Grunde einfach: Ansonsten 'stumme' Geräte werden mittels Sensorik und Datenübertragung zum Sprechen gebracht. Das Potenzial ist enorm, wenn etwa Maschinen, Halbzeuge und fertige Produkte ihren Produzenten Hinweise darauf liefern, was sich künftig besser machen ließe.‣ weiterlesen

Das Potenzial des Internet der Dinge für Fertigungsunternehmen ist riesig. Der Prozessverbesserungsansatz DevOps kommt aus der IT-Welt, lässt sich aber hervorragend auf die industrielle IT übertragen, um das IoT-Leistungsversprechen in wertorientierte innovative Services umzusetzen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige