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Aufruf zur Mitarbeit: Richtlinie zu ‚MES und Industrie 4.0‘ soll Reihe ergänzen

Der Fachausschuss 151 der VDI-Gesellschaft Produkt- und Prozessgestaltung (GPP) ruft Interessierte zur Mitarbeit am Richtlinienblatt ‚MES und Industrie 4.0‘ auf.

Die Industrie 4.0-Kampagne der Bundesregierung hat weltweit für Resonanz gesorgt. Aus dem ursprünglichen Nebel der Cyber Physical Systems und dem Internet der Dinge haben sich eine Reihe konkreter Aktivitäten herauskristallisiert. Aber noch vieles ist im Dunkeln geblieben und die industrielle Fertigung sucht nach wie vor nach praktikablen Industrie 4.0-Lösungen.

Klar zu sein scheint, dass in der Produktion der Vernetzung von allen Produktionsmitteln und Objekten wie Aufträgen und Materialien unter Industrie 4.0 eine große Bedeutung zukommt. MES ist das Werkzeug, das diese Aufgabe bereits jetzt schon in großem Umfang erfüllt. Anschlüsse von Maschinen oder Produktionsmitteln im Allgemeinen, das Führen von Beständen, das Verfolgen von Aufträgen, das Feinplanen und das Qualitätssichern sind ureigene Aufgaben von MES. Diese Infrastruktur kann und sollte verwendet werden, um weitere Daten strukturierter oder unstrukturierter Art in der Produktion zu erfassen und daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Die Ergänzung der Richtlinienreihe VDI-5600 'Fertigungsmanagementsysteme (MES)' mit derzeit fünf Blättern um ein weiteres Richtlinienblatt, das sich mit der Verbindung von MES zu Industrie 4.0 auseinandersetzt, ist nun geplant. Beim aktuellen Stand der Dinge könnte MES auch als zentrales Tool bei der Umsetzung von Industrie 4.0 bezeichnet werden. Dazu soll eine Arbeitsgruppe aus interessierten Experten gegründet werden, die sich mit dem Thema befassen, aktiv am stattfindenden Erfahrungs- und Gedankenaustausch teilnehmen und einen Statusbericht oder ein Richtlinienblatt erstellen.

Die konstituierende Sitzung soll vom Vorsitzenden des GPP-VDI Fachausschusses 'MES – Manufacturing Execution Systems', Professor Jürgen Kletti geleitet werden. Bei Interesse an einer Mitarbeit senden Sie bitte eine E-Mail an Dr. Heinz Bedenbender (bedenbender@vdi.de).

(Quelle:Verein Deutscher Ingenieure (VDI))


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