Beitrag drucken

Auf eine Karte setzen

Zeiterfassung, Zutritt und Personaleinsatzplanung verbinden

Unternehmen sehen sich durch die Globalisierung mit einem zunehmend härteren Wettbewerb konfrontiert. Potenzial, um unnötigen Kostendruck durch personelle und zeitliche Fehlplanungen zu vermeiden, liegt auch in der Kombination der Bereiche Zutrittskontrolle, Zeiterfassung und Personaleinsatzplanung verborgen. Wer hier auf einheitliche Erfassungsmechanismen und integrierte Datenbestände setzt, kann Kosten senken.




Bild: Interflex

Viele Unternehmen verfolgen das Ziel, interne Prozesse zu vereinfachen und so Komplexität abzubauen, um sich Vorteile gegenüber Wettbewerbern zu erarbeiten. Besonders in der Personaleinsatzplanung, in der Zeiterfassung und in der Zutrittskontrolle lassen sich Kosten durch organisatorische Maßnahmen und die passende Technologie-Unterstützung verringern. Besonders zielführend arbeiten Unternehmen, wenn sie diese drei Bereiche miteinander verbinden. Eine solche Kopplung wird möglich, wenn Mitarbeiterausweise nicht nur für die Identifikation, sondern auch für die Buchung von Zeitdaten genutzt werden. Hilfreich ist zudem eine zentrale Verwaltung der Daten für die Zutrittskontrolle und die Zeiterfassung über ein gemeinsames System. Eine solche Lösung ermöglicht die Kombination mit anderen Daten, zum Beispiel Urlaubstagen, die dort einfach hinterlegt werden können. Damit ist es möglich, Auswertungen durchzuführen und Berichte anzufertigen.

Gleichzeitig lassen sich Warnmeldungen erstellen, die dann ausgelöst werden, wenn festgelegte Grenzen überschritten werden. Bei der Wahl des Ausweismittels sollte der Kopplungsgedanke daher eine tragende Rolle spielen: Möglichst viele Komponenten auf einer Karte versprechen hohen Nutzerkomfort: So sollten mit dem Unternehmensausweis verschiedene Funktionen wie beispielsweise für bargeldloses Bezahlen in der Kantine und an Automaten oder für die Aufzugssteuerung möglich sein. Mitarbeiter können zusätzlich über ein angeschlossenes Kartenlesegerät ihre PC sperren, wenn sie ihren Arbeitsplatz für kurze Zeit verlassen. Ein Unternehmen sollte außerdem genau prüfen, wie kompatibel die Ausweise mit gängigen Chip-Technologien sind.

Präzise Prognosen für die Personalplanung

Nach der Erfassung ist vor der Auswertung: Gebuchte Zeitdaten sind für die weitere Personaleinsatzplanung von großer Bedeutung. Planer müssen auf Grundlage dieser und weiterer relevanter Soll- und Ist-Daten Prognosen für den Personalbedarf erstellen. Voraussetzung für aussagekräftige Berechnungen ist die Verfügbarkeit von Daten aus der Budgetplanung, den jeweiligen Arbeitszeitmodellen und Auftragsbeständen, den spezifischen Arbeitszeitkonten, den Abwesenheiten, der Urlaubsplanung sowie rechtlichen Rahmenbedingungen. Im Idealfall lassen sich Daten dazu auch aus angebundenen Enterprise Resource Planning- und Buchhaltungssystemen importieren.

Mit solchen Analysen lassen sich unter anderem Unter- oder Überkapazitäten leichter erkennen, um kostenintensive Überstunden oder Unterbeschäftigung zu vermeiden, sowie durch eine übersichtlichere Organisation längere Betriebs- und Servicearbeiten ohne Mehrarbeit anbieten. Auch individuelle Wünsche und Bedarfe der Mitarbeiter können eingeplant werden, was wiederum Einfluss auf die Work-Life-Balance ausübt – ein Faktor, der auch angesichts zunehmender Fachkräfteknappheit an Bedeutung gewinnt. Wenn Unternehmen und ihre Abteilungen kurzfristige, mittelfristige und langfristige Personalbedarfe präzise ermitteln, können diese umgehend auf kurz- wie langlebige Trends reagieren und ihre Prozesse anpassen.

Interne Reserven aufbauen und zentral verwalten

Bevor Unternehmen ihre Personalplanung, Zutritts- oder Zeiterfassungswirtschaft neu ausrichten, sollten sie sich grundlegende Fragen zur Prozessgestaltung stellen. Dazu gehören etwa die passende Strategie für den Umgang mit schwankenden Auftrags- oder Personalbeständen sowie die Verwaltung von Kapazitätsreserven: Soll ein täglicher Ausgleich möglich sein oder eine langfristige, vorausschauende Planung etabliert werden? Auch muss geregelt werden, wer wann auf welche Daten zugreifen kann, damit beispielsweise Abteilungs- und Schichtleiter selbstständig relevante Personalzuteilungen vornehmen können. Durch eine effiziente Kopplung von Zutrittskontrolle, Zeiterfassung und Personaleinsatzplanung können Betriebe Aufträge so durch zuverlässige Disposition der vorhandenen Kapazitäten besser planen und Kosten durch Mehrarbeit vermeiden.

Zeiterfassung, Zutritt und Personaleinsatzplanung verbinden
Bild: Interflex



Das könnte Sie auch interessieren:

Infor und Forcam mit gemeinsamer Lösung

Der ERP-Anbieter Infor stellt seit kurzem die produktionsnahe Cloud-Anwendung ‚Infor MES – Powered by Forcam‘ zur Verfügung. Die gemeinsame Lösung von Infor und Forcam kann Maschinendaten direkt mit dem ERP-System integrieren. ‣ weiterlesen

Per Knopfdruck zur Technischen Dokumentation

Wo früher Dampf aus Lokomotiven in die Luft stieg, sind es heute große Mengen an Daten. Züge sind schon längst mit zahlreichen digitalen Systemen ausgestattet, die den Betrieb erleichtern oder Passagieren mehr Komfort bieten. Das macht die Produktion der Lokomotiven hochkomplex und genauso die Technische Dokumentation. Nun hat es Siemens Mobility Locomotives mit einer Software geschafft, quasi auf Knopfdruck individuelle Bedienungsanleitungen zu erstellen. ‣ weiterlesen

2. Fachtagung: IT-Sicherheit industrieller Anlagen

Ohne verlässlichen Schutz vor Hackern wird es eine weitreichende Digitalisierung der Produktion kaum geben. Auf der ‚2. Fachtagung IT-Sicherheit industrieller Anlagen‘ stellen Experten Ansätze für mehr Cybersicherheit vor. Die Veranstaltung ist am 6. und 7. November im Radisson Blu Hotel in Karlsruhe.‣ weiterlesen

Die Wassermann AG hat Version 4.1 der In-Memory-APS-Software Wayrts veröffentlicht. Das Release kann jetzt beliebige Echtzeit-Shopfloor-Daten aus einer SQL-Datenbank einbinden, visualisieren und zur Planung von Supply Chain und Produktion einsetzen. ‣ weiterlesen

Lernfabrik fast ‚out of the box‘

Die Industrielle Lernfabrik 4.0 will den Nachwuchs für Industrie 4.0 begeistern. Dafür wurde eine Referenzanlage an der Feintechnikschule in Schwenningen erdacht und als vernetzte Fabrik mit industriellen Komponenten ausgestattet. Das Konzept schlug an und so will das eigens gegründete Konsortium hinter dem Projekt die Lernfabrik künftig auch bei anderen Abnehmern einrichten. ‣ weiterlesen

Komplexe Funktion mit System konstruiert

Die Digitalisierung und die Zunahme elektronischer Assistenzfunktionen haben die Komplexität heutiger Fahrzeuge in die Höhe treiben lassen. Um Entwicklungsziele dennoch zügig zu erreichen, schwenken viele Unternehmen von der bauteilorientierten zur funktionsorientierten Entwicklung um. So lässt sich Zeit sparen, Wissen strukturiert weitergeben und nicht zuletzt die Fehlerquote senken. ‣ weiterlesen