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Auf dem Weg zu internationalen Märkten

Zertifizierung öffnet Türen

In Zeiten globaler Märkte werden Fragen der Zertifizierung immer komplexer: Die Normendichte und die Zahl der relevanten Prüfzeichen nehmen stetig zu, und die Voraussetzungen für eine Produktzulassung sind weltweit extrem inhomogen. Es erfordert viel Erfahrung, in diesem unübersichtlichen Gelände sicher zu navigieren, um die nötigen Zulassungen für Technologiegüter zeitnah zu erhalten.

Bild: Fujitsu

Die Vorteile einer fachgerechten Zertifizierung beziehungsweise Produktzulassung zeigen sich vor allem in kürzeren Einführungszeiten. Damit steigen die Umsatzchancen, und es können sich Vorteile gegenüber Wettbewerbern ergeben. Daher ist bei Unternehmen, die technische Produkte vermarkten möchten, das Bewusstsein für die Relevanz ordnungsgemäßer Zertifizierungen mittlerweile gewachsen.

Häufige Fehler bei der Zertifizierung

Da jedoch die für einen stringenten Zertifizierungsprozess benötigten Ressourcen in der Regel anderweitig gebunden sind, wird häufig nicht strukturiert vorgegangen. In der Folge kommt es zu einer Reihe typischer Fehler. Diese reichen von Formalismen in der Deklaration, wie der Angabe eines falschen Produktnamens oder veralteter Normen, über die falsche Kategorisierung des Produktes und fehlende Dokumente bis hin zur Vermarktung ohne die korrekten Zulassungen, was für ein Unternehmen letztendlich zum Erlöschen der Liefererlaubnis für einen Zielmarkt führen kann.

Zeitersparnis durch strategisches Vorgehen

Alle diese Fehler verursachen unnötigen Aufwand und kosten wertvolle Zeit, was letztendlich einen verzögerten Marktzugang und damit entgangene Umsätze bedeuten kann. Die eigentliche Ursache für viele Probleme, die während der Zertifizierungsdurchführung auftreten, liegt in der Regel darin, dass vorab keine Zertifizierungsstrategie festgelegt wurde, obwohl sich hier ein großes Potenzial an Kosten- und Zeitersparnis auftut. Eine solide Zertifizierungsstrategie ist eine unverzichtbare Basis für den internationalen Marktzugang. Angesichts der Komplexität des Themas und der Vielfalt technischer Produkte muss die erste und wichtigste Empfehlung an Produzenten von technischen Geräten lauten, sich rechtzeitig zu informieren und die Weichen für Zulassungen frühzeitig zu stellen – bevor der Vertrieb nachfragen muss, warum ein Produkt im Zoll hängengeblieben ist. Die wichtigsten Fragen, die im Vorfeld geklärt werden müssen, beziehen sich erstens auf die Länder, in denen ein Produkt vermarktet werden soll, zweitens auf den Lieferumfang und den Einsatzbereich der Produkte und drittens auf den Einbau von Funkschnittstellen an Geräten. Darüber hinaus spielt der Faktor Zeit eine zentrale Rolle.

Zielmärkte und Abnehmer identifizieren

Häufig wird während der Abwicklung der Zertifizierung die oft lange Liste von Ländern, in denen ein Produkt zugelassen werden soll, mit Blick auf die anfallenden Kosten sehr schnell zusammengestrichen. Oft wird dabei jedoch übersehen, dass manche Zulassungen in einigen Ländern verpflichtend sind, in anderen jedoch freiwillig. Ein Beispiel ist das Singapore Safety Mark. Dieses Siegel ist für Home-Computer verpflichtend, bei Geräten für den professionellen Einsatz jedoch freiwillig. Dazu kommt, dass die Frage nach dem Umfang der Zertifizierung auch zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden kann, etwa im Zulieferbereich. Selbst wenn zum Beispiel ein Hersteller den Marktzugang in einem Land ursprünglich nicht geplant hat, kann die entsprechende Zertifizierung doch später ein wichtiges Thema werden. Dazu kann es beispielsweise kommen, wenn ein Kundenunternehmen das betreffende Bauteil in einem seiner Produkte verwenden möchte oder bereits verwendet hat und genau diesen Marktzugang anstrebt. Auch wenn aufgrund der Kosten sicher kein Anbieter seine Produkte über den vorgeschriebenen Standard hinaus zertifizieren wird, ist es hier doch wichtig, gut zu planen und dabei auch die Interessen wichtiger potenzieller Abnehmer im Blick zu behalten, um sich nicht frühzeitig Marktchancen zu verbauen.

Die meisten Probleme während der Zertifizierungsdurchführung treten aufgrund fehlender Zertifizierungsstrategie auf. Angesichts der Komplexität des Themas sollten Produzenten von technischen Geräten sich rechtzeitig informieren und die Weichen für Zulassungen frühzeitig stellen – bevor es zu Verzögerungen kommt, die letztlich sogar die rechtzeitige Auslieferung von Produkten infrage stellen können. Bild: Fujitsu


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