Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Anlagenmodelle im Hintergrund aktualisieren

Prozess-Wartung ohne Projektcharakter

In Anlagen der Prozessindustrie ist Regelungstechnologie wie Advanced Process Control in vielen Fällen ein nützliches Werkzeug, um die Kundennachfrage zu bedienen und geschäftliche Ziele zu erreichen. Das Werkzeug Adaptive Process Control des Softwareanbieters Aspentech erweitert mit seinen Funktionen die Einflussmöglichkeiten von chemischen Unternehmen und Raffinerien.

Bild: AspenTech Europe

Viele momentan eingesetzte Advanced Process Control-Anwendungen (APC) basieren auf der Annahme, dass das einmal entwickelte Modell stets genau und richtig strukturiert ist. Wenn sich jedoch die Anlagenleistung oder die wirtschaftlichen Ziele verändern, wandelt sich auch das Verhalten des Prozesses und untergräbt die ursprüngliche Annahme. Selbst anfänglich exakt eingestellte Regler verlieren über die Zeit ihre Prägnanz. Wenn Mängel im Modell auffallen, sollte die Feinabstimmung der Regler verändert werden, um negative Auswirkungen abzufedern. Verfahrenstechniker benötigen dafür umfassende Kenntnisse des Prozessverhaltens und der Prozesscharakteristiken. Das Softwarewerkzeug Aspen DMC3 von Aspentech bietet Unternehmen der Prozessindustrie mit dem Ansatz einer ‚Adaptive Process Control‘ Einflussmöglichkeiten hierzu. Im Zusammenspiel mit einer anwenderorientierten Modellierungsumgebung unterstützt die Lösung die schrittweise Modellentwicklung und -überprüfung etwa mit integrierten ökonomischen Abwägungen. Dadurch kann die APC-Wartung ihren Projektcharakter verlieren und stattdessen als fortlaufender Hintergrundprozess implementiert werden.

Dieser kann die Modellqualität bewerten, aktuelle Daten sammeln und, sobald sich das Anlagenverhalten über die Zeit ändert, neue Modelle generieren. Die Software ist als Antwort auf die Marktanforderung gedacht, die Probleme bei der Erstellung und Wartung von Regleranwendungen in den Griff bekommen zu müssen. Dazu soll das Werkzeug Probleme erkennen, isolieren und Probleme beheben, ohne den Arbeitsaufwand für die Mitarbeiter zu erhöhen. Dafür greift die Lösung in einigen Punkten auf langfristige Werte zurück: fortlaufende Genauigkeitsanalyse, Identifikation von leistungsschwachen Modellabschnitten, Erfassung neuer Prozessdaten durch unterbrechungsfreie Hintergrundüberprüfung bei der Verbesserung von Anlageneinheiten sowie Echtzeit-Überprüfung der Daten mit automatischer Erkennung und Entfernung von fehlerhaften Informationen. In vielen Ansätzen wurde der Regler innerhalb eines langwierigen und kostspieligen Projekts umgestaltet.

Gleichzeitig war es herausfordernd, die Anwendungen auf höchstem Niveau laufen zu lassen. Innerhalb des neuen Werkzeugs lässt sich der Regler über die Zeit mittels eines Hintergrundprozesses anpassen, ohne dass der Anlagenbetrieb unterbrochen werden muss. Mit der so verringerten Prozessvariabilität können Anlagen stetiger laufen, was sich langfristig auf die Profitabilität auswirkt. Die neue Reglertechnologie ist kompatibel zu gängigen Prozessleitsystemen und lässt sich in heterogene Umgebungen integrieren.

Anlagenperformance im Blick

Die Software beinhaltet zahlreiche Werkzeuge für die Reglererstellung und -wartung. Steuerungstechniker können damit das Reglerverhalten an den Anforderungen des Lebenszyklus einer Anlage anpassen – beispielsweise bei geänderten Anlagenleistungen oder wirtschaftlichen Vorgaben. Die erweiterte Modellidentifikation kann dazu beitragen, das Prozesswissen im Unternehmen zu vertiefen und Anwendungen zum Model Predictive Control (MPC) zielgerichtet einzusetzen. Eine integrierte Robustheitsfunktion ermöglicht es, selbst dann die Reglerleistung zu beeinflussen, wenn der Regler optimiert wird. Durch die Definition des Robustheitsfaktors kann die Aggressivität des Reglers durch Techniker so eingestellt werden, dass die Gefahr von minderwertigen Modellaufbereitungen begrenzt wird. Eine variable Skala ersetzt Entweder-oder-Entscheidungen, wodurch sich bei Konflikten zwischen technischen und wirtschaftlichen Aspekten Abwägungen treffen lassen. Anwender können zudem während des gesamten Lebenszyklus – vom Testverfahren über die Modellerstellung bis hin zur Anwendung – auf das Reglerverhalten einwirken.


Das könnte Sie auch interessieren:

Boston Micro Fabrication hat den 3D-Drucker MicroArch S240 vorgestellt: Bei einem Bauvolumen von 100x100x75mm ist er auf die Serienproduktion von Mikrobauteilen in Endqualität ausgelegt.‣ weiterlesen

Das Vertragsmanagement findet oft noch in Papierform statt. Dabei ermöglichen Lösungen für das Contract Lifecycle Management (CLM) längst eine digitale Abwicklung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.‣ weiterlesen

Bordnetzhersteller können ihre spezifischen Anforderungen an Manufacturing-Execution-Systeme mit Branchenlösungen abbilden. Bei der Integration spart das viel Customizing und im Betrieb können Nutzer erwarten, dass Branchentrends besonders schnell im Standard landen.‣ weiterlesen

In einem offenen Brief haben sich IT-Forscher verschiedener Institutionen und Unternehmen an die Politik gewandt und fordern, Lösegeldzahlungen nach Ransomware-Angriffen zu unterbinden.‣ weiterlesen

Der Security-Spezialist Trend Micro gründet mit VicOne eine Tochtergesellschaft, die sich auf die Absicherung von Elektrofahrzeugen und vernetzten Fahrzeugen konzentrieren soll.‣ weiterlesen

Operationales Reporting hilft Firmen, Entscheidungen mit Echtzeitdatenanalysen zu beschleunigen und abzusichern. Angesichts der aktuellen Krisen gewinnt der Ansatz an Bedeutung. Die SAP-Software für diese Aufgabe heißt Embedded Analytics. Was kann dieses Tool und wie unterscheidet es sich von SAP BW?‣ weiterlesen

Mit der Übernahme von Empolis will ProAlpha sein ERP-Portfolio erweitern. Das Unternehmen aus Kaiserslautern bietet cloudbasierte und KI-gestützte Lösungen für die Analyse und Verarbeitung von Geschäftsprozess-relevanten Informationen an.‣ weiterlesen

Kleine und mittlere Unternehmen haben bei der Umsetzung von Big-Data-Projekten mit Problemen zu kämpfen. So geben in einer Studie des Cloud-Anbieters Ionos 55 Prozent der Befragten an, dass Daten nicht in ausreichender Form vorliegen.‣ weiterlesen

Die 2023er Releases von Autodesk stehen zur Verfügung. Parallel stellt das Systemhaus Contelos überarbeitete Addons vor: Tools4Engineers, Tools4GIS, GeoPhotoXtension und BohrKernXtension sollen Anwendern die Arbeit mit Autodesk-Lösungen erleichtern.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige