Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Wartung

Analysiert, repariert und optimiert per IoT

Die Vernetzung von Maschinen im Internet of Things markiert einen großen Schritt auf dem Weg zur Produktion der Zukunft. Unternehmen brauchen dafür Hard- und Software, Konnektivität und Speicherplatz. Der Telekommunikationskonzern Vodafone hat sein Portfolio auf die Industrie ausgerichtet und um entsprechende Dienstleistungen erweitert.

Bild: Feintool

Bild: Feintool

Vernetzte Maschinen und Produktionsprozesse sowie intelligente Fernwartungslösungen benötigen eine hochleistungsfähige, digitale Infrastruktur für die Datenübertragung. Die Herausforderung besteht darin, enorme Datenmengen schnell und sicher über Mobilfunk oder Festnetz zur Verfügung zu stellen. Mit Hilfe von Big Data-Analysen lassen sich komplexe Produktionsabläufe optimieren, indem Informationen über Prozesse und Maschinen gesammelt und nahezu in Echtzeit analysiert werden. Die Grundlage für diese digitale Revolution sind schnelle, flächendeckende Breitbandnetze wie LTE im Mobilfunk und Glasfaser Koaxialkabel im Festnetz.

Mit digitaler Komplettlösung gegen Produktionsstillstand

Das Prinzip lautet: Handeln vor der Störung. Trotz der zunehmenden Digitalisierung in Unternehmen werden weiterhin umfangreiche Wartungshandbücher gelesen oder manuelle Algorithmen abgearbeitet, während die Maschine bereits außer Betrieb ist. Diese Ausfallzeiten kosten Geld, verursachen einen hohen Logistikaufwand beim Wartungspersonal des Maschinenherstellers und komplette Produktionsstraßen stehen still. Mit IoT-Lösungen können aktuelle Maschinen- und Produktionsdaten sicher erfasst, analysiert und dazu verwendet werden, Stillstand zu verhindern. Die technische Basis hierfür liegt in leistungsfähigen Kommunikationsnetzen und in Technologien zur digitalen Vernetzung. Sie bestehen im Kern aus drei Komponenten:

  • Hardware: Sensoren zur Datenerfassung sowie eine fest verbaute Kommunikationseinheit mit integrierter SIM-Karte
  • Konnektivität: Eine mobile Datenverbindung, die weltweit Daten aus den einzelnen Steuereinheiten der Maschine übermitteln kann
  • Software und Speicher: Eine cloudbasierte Applikationsplattform mit Webportal und APIs zur Analyse und Auswertung der Messwerte sowie sichere Datenspeicher

Ein Beispiel: Das Schweizer Feinschneid-Unternehmen Feintool mit Niederlassungen in Deutschland bietet mit ‘Feinmonitoring’ seinen Kunden einen digitalen Service zur Fernüberwachung und -wartung von Feinschneidpressen an, der auf einer Vodafone-IoT-Lösung basiert. Das webbasierte Wartungs- und Analyseprogramm überwacht auf Basis der Sensordaten kontinuierlich den technischen Zustand der Maschinen sowie verschiedene Werte wie Energieverbrauch, Ölpartikelanzahl, Temperatur oder Druck. Diese Daten werden über eine Mobilfunkverbindung an die Feinmonitoring-Datenbank geschickt, dort aggregiert, analysiert und ausgewertet. Erkennt das System kritische Messwerte, bekommt der Bediener automatisch eine Information.

Nachricht kommt, bevor ein Grenzwert erreicht wird

Bisher wurde zum Beispiel die Überschreitung der maximalen Öl-Temperatur erst angezeigt, wenn der Grenzwert an der Presse erreicht war – also nur für den Bediener sichtbar. Mit dem IoT-System bekommen Anwender eine E-Mail oder SMS, bevor der Grenzwert erreicht ist. So lässt sich ein drohender Stillstand vermeiden. Neben dieser Warnfunktion leistet die Anwendung einen Beitrag zur Produktivität. Die kontinuierlich erfassten Daten summieren sich zu einem Überblick über den Betriebszustand der Maschine. Dazu zählen etwa Nutzungsgrad, Unterbrechungen und Laufzeit, aber auch die dazugehörenden Fehlermeldungen, die jederzeit über PC, Tablet oder Smartphone abgerufen werden können. Dadurch lassen sich Trends erkennen und systematische Produktivitätsprobleme angehen. Auch anstehende Reparaturen oder der Einsatz von Ersatzmaschinen können so in den Betriebsablauf eingeplant werden.

Big Data-Analysen machen Prozessketten transparent

Die Vernetzung der Maschinen bietet nicht nur einen Einblick in die Funktion der Maschinen, sondern auch der gesamten Produktion mittels Big Data-Analysen. Denn viele Industrieunternehmen wissen gar nicht, welcher Schatz auf ihren Servern schlummert. Oft werden viele verschiedene Maschinen- und Prozessdaten zwar gesammelt und gespeichert. Aber erst die intelligente Analyse großer Datenmengen macht es möglich, diese wertsteigernd zu nutzen – sei es durch neue Services und Produkte, Kostensenkungen oder eine höhere Effizienz. Vodafone bietet zusammen mit einem Technologiepartner eine leistungsfähige Big Data Analytics Plattform für den Industriebereich an. Die Anwendung wertet große Datenmengen aus, erkennt Fehlermuster sowie systembedingte Produktivitätsprobleme und kann damit Prognosen erstellen. Ein Mehrwert kann sich hier vor allem für Werksleiter einstellen: Die Echtzeit-Datenanalyse liefert Erkenntnisse, die kein Testszenario bietet. Laufen zum Beispiel eine oder mehrere Maschinen einer Produktionskette durch ungünstige Temperaturen oder Luftfeuchte nicht in optimaler Umgebung, können die Bedingungen angepasst und damit Prozessparameter optimiert werden. Auch die Arbeitsabläufe innerhalb von Produktionsketten lassen sich analysieren. Schwachstellen können identifiziert und behoben werden, indem festgestellt wird, an welchem Punkt ein Prozess ins Stocken gerät oder mehr Zeit benötigt. Produktionsstraßen können so zielgerichtet umgebaut und die Produktivität gesteigert werden.


Das könnte Sie auch interessieren:

Je nach Firma sind in der Intralogistik unterschiedlich viele und komplexe Aufgaben zu bewältigen. Ob diese Prozesse im MES oder einer digitalen Lagerverwaltung besser aufgehoben sind, bestimmen individuelle Anforderungen und Rahmenbedingungen im Werk.‣ weiterlesen

Nach über einem Jahr Pandemie ist kein Ende der Auswirkungen in Sicht. Demnach bleiben Mitarbeiter weiter im Homeoffice und virtuelle Kommunikation die Basis der Interaktion. IT-Großprojekte dürften eher selten Priorität haben, und doch gibt es Möglichkeiten, mit kompakten Lösungen ERP-Prozesse effizienter zu gestalten. Fünf Tipps für die SAP-Strategie, um die Performanz auch in Krisenzeiten anzuheben.‣ weiterlesen

Mit einer VR-Version seines Simulationsspiels Interactive Protection Simulation will Kaspersky Führungskräften Knowhow darüber vermitteln, welchen Einfluss Entscheidungen auf die Cybersicherheit haben können.‣ weiterlesen

Im Industrial Internet of Things (IIoT) orchestrieren Produzenten die Zusammenarbeit zwischen ihren physischen und virtuellen Assets. Das Besondere an der IIoT-Toolbox Solution X von Actemium ist ihr feststehender Softwarekern, der sich modular um Funktionen erweitern lässt.‣ weiterlesen

Die schwer beschädigte Kathedrale Notre-Dame de Paris soll so originalgetreu wie möglich wieder aufgebaut werden. Dabei ermöglicht der Building-Information-Modeling-Ansatz präzise 3D-Modellierungsprozesse und eine digitale Archivierung der historischen Baudaten.‣ weiterlesen

Gemeinsam mit CEO Jed Ayres leitet CTO Matthias Haas zukünftig die Geschicke der Igel Technology GmbH.‣ weiterlesen

Arbeitszeiten und -orte sind durch die Corona-Pandemie um einiges beweglicher geworden - zumindest für Menschen mit Bürojobs. Doch wie sieht es in der Produktion aus? Mit den passenden Tools lässt sich auch Präsenzarbeit deutlich flexibler organisieren.‣ weiterlesen

Der Industrieverband AIM-D befragt seine Mitglieder halbjährlich nach ihrer Sicht auf die allgemeine Geschäfts- und Marktentwicklung sowie die Entwicklung der AutoID-Märkte. In der aktuellen Umfrage schlägt erneut die Pandemie zu buche.‣ weiterlesen

Liebe Leserin, lieber Leser, hatten Sie in den vergangenen Wochen und Monaten manchmal auch das Gefühl, als hielte die Welt den Atem an? Das täuscht. Die Unternehmen z.B. entwickeln ihre Produkte auch während der Pandemie permanent weiter. Was ihnen dabei hilft? Das Internet of Things und starke Partner.‣ weiterlesen

Trotz steigender Kundenerwartungen an ein digitales Einkaufserlebnis sind Industrieunternehmen bei der Umsetzung oft zurückhaltend. Laut einer Accenture-Studie planen nur etwa 14 Prozent der deutschen Unternehmen, ihre digitalen Vertriebsfähigkeiten innerhalb der nächsten zwei Jahre zu transformieren.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige