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Alles unter Kontrolle

Warenverfolgung per 3D-Tracking

Die Sprick GmbH lagert an ihrem Produktionsstandort in Diemelstadt rund 4.000 Tonnen Wellpappen- Rohpapier auf großen Rollen. Um die Ware in den Hallen zu verwalten, nutzt das Traditionsunternehmen eine 3D-Tracking-Lösung: Das System erkennt und lokalisiert die Rollen anhand ihrer Koordinaten, sodass keine RFID-Tags oder Barcodes an der Ware befestigt werden müssen. Das Unternehmen hat seinen Bestand dadurch konstant unter Kontrolle, die monatliche Inventur wurde überflüssig.



Bild: Sprick GmbH

Unter dem Motto ‘Konzentrieren Sie sich auf Ihr Produkt − wir kümmern uns um die Verpackung’ entwickelt und produziert die Sprick GmbH Bielefelder Papier- und Wellpappenwerk & Co seit über 100 Jahren Rollenwellpappe und Verpackungssysteme. Heute beschäftigt das Unternehmen an vier Standorten in Deutschland insgesamt 210 Mitarbeiter. Ein großer Teil der Papierprodukte wird im Werk Diemelstadt hergestellt. Dort befinden sich auch entsprechende Lagerhallen. „Insgesamt können wir etwa 5.000 Tonnen Papier auf unserem Gelände unterbringen“, erklärt Andreas Sprick-Schütte, Geschäftsführer bei Sprick. „Aus Platzgründen verteilen wir unsere Papierrollen dabei jedoch auf verschiedene Hallen. Oft stellen die Staplerfahrer die Ware einfach dort ab, wo Platz ist.“ Diese dynamische Lagerhaltung führte in der Vergangenheit dazu, dass die Mitarbeiter häufig nicht wussten, wo sich eine bestimmte Papierrolle genau befand. „Oft ging dann die große Sucherei los“, erinnert sich Sprick-Schütte. „Besonders große Probleme hatten wir bei der monatlichen Inventur.“

Tracking ohne RFID-Tag

Vor diesem Hintergrund machte sich das Traditionsunternehmen vor etwa anderthalb Jahren auf die Suche nach einem Warenverfolgungssystem. „Die meisten Lösungen, die wir uns angesehen haben, identifizieren und lokalisieren die Ware mit Hilfe von RFID-Transpondern oder Barcodes“, erläutert der Geschäftsführer. Genau da lag aber das Problem: Denn zum einen arbeitet das Unternehmen nicht mit Paletten, sondern mit Rollen, und zum anderen setzt der Betrieb für den Transport spezielle Stapler mit drehbaren Klammern ein. „Wir hätten also die RFID-Transponder im Innern der Papierrollen anbringen müssen und die entsprechenden Lesegeräte in den Klammern des Staplers − ein schwieriges und noch dazu sehr teures Unterfangen“, sagt Sprick-Schütte.

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3 Dinge, die man über den litauischen IT-Sektor wissen sollte

Laut Enterprise Lithuania, einer gemeinnützigen Agentur des Ministeriums für Wirtschaft und Innovation, die zur Förderung des Unternehmertums, zur Unterstützung der Geschäftsentwicklung und zur Förderung des Exports gegründet wurde, ist eines der wichtigsten Länder, in die Litauen sein IT-Wissen und seine Produkte exportiert, Deutschland. Die Deutschen wählen oft litauische Unternehmen als Partner, und dafür gibt es Gründe. Werfen wir einen Blick auf die 3 wichtigsten Dinge, die man über den litauischen IT-Sektor wissen sollte.

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Die Lösung für das Problem fand das Unternehmen schließlich bei dem Systemanbieter Identpro. Das Unternehmen hat sich auf Auto-ID-Techniken spezialisiert und bietet mit Identplus eine Tracking- Lösung, die eine genaue Positionierung ohne den Einsatz von RFID-Technologie erlaubt. Dazu nutzt das System die exakten 3D-Koordinaten des Staplers, um die Ladung zu identifizieren: Setzt das Flurförderfahrzeug eine Papierrolle im Lager ab, so wird die Position des Staplers via WLAN automatisch an das zuständige Enterprise Resource Planning-System (ERP) geschickt und dort mit der Ware verknüpft. Bewegt ein Stapler die Rolle später an einen anderen Ort, aktualisiert das System die Daten automatisch.

Auf diese Weise entsprechen die Informationen in der Datenbank immer der tatsächlichen Situation im Lager. „Dass eine Ladung verloren geht oder die falsche Lieferung beim Kunden ankommt, ist damit praktisch ausgeschlossen“, berichtet Sprick-Schütte. Um die 3D-Koordinaten der Fahrzeuge auf zehn Zentimeter genau erfassen zu können, arbeitet das System mit optischen Positionsmarken an der Hallendecke und einem optischen Sensor auf dem Stapler. Dank Infrarot -Technologie lässt sich die Position des Fahrzeugs auch bei schwierigen Lichtverhältnissen im Lager ermitteln.

Unterstützung für den Staplerfahrer: Über das Staplerterminal werden alle Transportaufträge visualisiert.

Offenes System

Überzeugt hat Sprick auch die vergleichsweise einfache Installation des Systems. Denn anders als Empfänger für Funklösungen werden die Positionsmarken für die 3D-Tracking- Lösung an der Hallendecke angebracht. „Der Aufwand dafür ist deutlich geringer, sodass wir die Marken sogar selbst installieren konnten“, erzählt der Geschäftsführer. Dasselbe galt für die Anbringung der Staplerterminals an den Fahrzeugen sowie die Integration der Lösung in das bestehende ERP-System von Comarch. Da es sich bei der Auto-ID-Lösung um ein offenes System handelt, waren die ITMitarbeiter von Sprick in der Lage, Schnittstellen und Zusatzanwendungen selbst zu programmieren.

Waage statt Kamera



In Diemelstadt lagern bis zu 5.000 Tonnen Papier. Für den Transport der Papierrollen setzt Sprick Stapler mit drehbaren Klammern ein. Die Positionsbestimmung der Fahrzeuge erfolgt über eine Infrarotkamera auf dem Staplerdach, die Markierungen an der Hallendecke erfasst. Zum Ermitteln der Beladung kommen Höhensensoren und Hydraulikwaagen zum Einsatz.

Herausfordernder gestaltete sich das Anbringen der optischen Beladesensoren an den Klammern. Diese erkennen, ob der Stapler die Papierrollen sicher aufnimmt und absetzt. Sprick führt aus: „Wir setzen im Lager Flurförderfahrzeuge mit Triplex-Masten ein, die sich dreifach auseinanderfahren lassen. Da diese Konstruktionen sehr eng gebaut sind, war es nicht möglich, einen optischen Sensor samt Kabel an der Klammer anzubringen.“ Der Lösungsanbieter schlug vor, stattdessen eine Hydraulik- Waage zu installieren. „Diese Sonderlösung war relativ kompliziert und erforderte zahlreiche Tests“, sagt der Sprick-Chef. „Dadurch dauerte das Gesamtprojekt auch um einiges länger als wir ursprünglich geplant hatten.“

Insgesamt habe sich der Aufwand aber gelohnt: Im Sommer 2012 ging das System an den Start. Insgesamt sind heute fünf Stapler mit der 3-D-Tracking-Lösung ausgestattet, zwei Mitarbeiter im Lager und sieben aus der Produktion arbeiten regelmäßig damit. „Wir sind sehr zufrieden mit dem System“, so Sprick- Schütte. „Es läuft einwandfrei, und da wir unseren Bestand jetzt kontinuierlich im Blick haben, entfällt nicht nur das lästige Suchen nach einzelnen Rollen, sondern sogar die monatliche Inventur. Das spart Zeit und Geld.“


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