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Elektromobilität: Chancen für den Wirtschaftsstandort Deutschland

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI hat eine Analyse möglicher volkswirtschaftlicher Auswirkungen des Wandels hin zur Elektromobilität vorgestellt. Die Mitarbeiter des Fraunhofer ISI sehen im Umstieg von konventionellen Pkw auf Elektrofahrzeuge für den Wirtschaftsstandort Deutschland Chancen und Potenziale für positive Effekte bei Arbeitsplätzen und Wertschöpfung.

Dafür müsse der Wandel aber aktiv gestaltet werden. Basis der Untersuchung sind Analysen über die aktuelle und künftige Wettbewerbsposition der deutschen Automobilindustrie bei Elektrofahrzeugen sowie Auswertungen nationaler und internationaler Studien. Das Ergebnis: Deutsche Hersteller hielten aktuell beim Verkauf von Elektrofahrzeugen vergleichbare Marktanteile wie bei konventionellen Fahrzeugen.

„Unter gleichbleibender Marktposition verspricht der Wandel zur Elektromobilität ähnlich positive Effekte auf Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Deutschland wie die Herstellung von konventionellen Fahrzeugen“, sagt Prof. Martin Wietschel, Leiter des Geschäftsfelds Energiewirtschaft und stellvertretender Leiter des Competence Centers Energietechnologien und Energiesysteme am Fraunhofer ISI. Neben neuen Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie wird u.a. eine Reihe an neuen Arbeitsplätzen in der Energiewirtschaft und durch neue Dienstleistungen gesehen.

Der Wandel zur Elektromobilität gehe allerdings mit einem Strukturwandel, einer Verschiebung innerhalb der automobilen Wertschöpfungsketten und einem Wandel der Arbeitsplätze einher. Hierbei sei es wichtig, Ein- und Umschulungsangebote sowie neue Ausbildungsangebote zu schaffen, um künftige Fachkräfte auf den Wandel vorzubereiten.


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