IT&PRODUCTION juliplusaugust 2010

Das vierte Expertenforum ‚Agenten in der Automatisierungstechnik‘ findet am 4. und 5. Oktober 2010 im Institut für Automatisierungs- und Softwaretechnik der Universität Stuttgart statt. Das Expertenforum soll die Potenziale von Agentensystemen für die Automatisierungstechnik und ihre Anwendungen aufzeigen. Dazu präsentieren Vertreter von Unternehmen und Universitäten ihre Erfahrungen aus Forschungsarbeiten und Praxisanwendungen. Im Fokus der Veranstaltung steht der nächste Entwicklungsschritt in der Automatisierungstechnik. Dabei erwartet die Unternehmen eine Abkehr von statischen Systemen hin zu Netzwerken, die auf flexiblen, dezentralen, autonomen und kooperierenden Elementen aufbauen. Daneben widmet sich das Forum den wachsenden Anforderungen an das zeitliche Verhalten der Software. Auch Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kommunikationsinfrastrukturen und das Zusammenspiel mit bestehenden Automatisierungsstrukturen stehen als Themen auf dem Veranstaltungskalender. Das Stuttgarter Forum steht unter der fachlichen Trägerschaft des Fachausschusses 5.15 Agentensysteme der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik.

Der Kongress Automation 2010 präsentierte unter anderem Fachvorträge über die Automation in der Medizin und stellte die Fabrik der Zukunft vor. Weitere Themenblöcke behandelten Betrieb und Optimierung, Diagnose und Wartung sowie Kommunikation und Infrastruktur. Etwa 300 Besucher aus Wirtschaft und Wissenschaft nahmen an der Veranstaltung teil. Im Rahmen des Kongresses stellte der VDI auch die Studie ‚Potenziale der Automatisierung nach der Wirtschaftskrise‘ vor. Die Untersuchung zeigt, dass trotz guter Wirtschaftszahlen bisher nicht jedes Unternehmen die Vorteile der Automatisierungstechnik erschöpfend ausnutzt. Im Auftrag des VDI befragte das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) dazu 1.484 Betriebe des verarbeitenden Gewerbes. „Nur etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Industriebetriebe nutzen Automatisierungstechnologien intensiv“, erläutert Dr. Steffen Kinkel, Studienleiter und Leiter des Competence Center ‚Industrie- und Serviceinnovationen‘ am Fraunhofer ISI die Ergebnisse. Zudem sei eine Kopplung zwischen Prozessinnovationen und Produktinnovationen selten zu finden. Nach Angaben der Studie setzen lediglich zwei von drei Unternehmen Industrieroboter ein, um Kosten zu sparen. Flexibilitätssteigerungen und Produktinnovationen hätten zudem bei vielen der befragten Unternehmen niedrige Priorität. „Die Automation ist ein wesentlicher Eckpfeiler der deutschen Wirtschaft, der Treiber für Wachstum“, sagt Dr. Kurt Bettenhausen, Vorsitzender der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik und Tagungsleiter, anlässlich des Kongresses. So stellten die Hersteller von Automatisierungstechnik mit 230.000 Arbeitsplätzen mittlerweile jeden vierten Arbeitsplatz in der Elektroindustrie. Etwa 36 Milliarden Euro Umsatz verzeichneten die Unternehmen im Jahr 2009. Der nächste Automatisierungskongress findet vom 28. bis 29. Juni 2011 statt.

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Der 13. EAEC Kongress findet vom 14. bis 17. Juni 2011 im spanischen Valencia statt. Unter dem Motto ‚The Automobile in the Second Decade: Sharing all Energy Solutions‘ erwartet die Teilnehmer neben dem Vortragsprogramm auch eine begleitende Fachausstellung. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf dem Thema ‚Manufacturing and Process Innovation‘. Dabei stehen unter anderem flexible Produktionsprozesse, Supply Chain und Logistik sowie neue Quality Inspection Technologies auf der Agenda. Für Präsentationen zu den Themenbereichen nimmt die Spanische Gesellschaft der Automobil-Ingenieure (STA) noch bis Oktober 2010 Kurzfassungen in englischer Sprache an. Die Fachausstellung bietet insgesamt 30 Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte vorzustellen. Organisator ist die STA, den Verband unterstützt der europäische Automobilverband European Automobile Engineers Cooperation (EAEC) bei der Ausrichtung der Veranstaltung. Valencia gilt als wichtiger Automobilstandort in der Mittelmeerregion. Unter anderem betreibt dort Ford ein Werk, und auch Zulieferfirmen des Automobilherstellers haben sich dort angesiedelt. Im Jahr 2013 trägt die VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik den alle zwei Jahre stattfindenden Kongress aus, Veranstaltungsort ist voraussichtlich München.

Der Verein würdigte Steusloffs erfolgreiches ehrenamtliches Engagement zum Aufbau des Kompetenzfeldes Informationstechnik im VDI. Steusloff übernahm die Leitung des Bereichs im Jahr 2000 und bereicherte das Kompentenzfeld um neue Themen und Angebote. Auf Basis seiner Vorarbeit konnte der Verein bis zum Jahr 2009 rund 3.500 Mitglieder gewinnen. Von Steusloffs Einsatz für ein querschnittsorientiertes Verständnis der Informationstechnik profitierten vor allem die Aktivitäten der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik sowie die VDI-Gesellschaft Produkt- und Prozessgestaltung.

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Das ist das Ergebnis der Studie ‚Standortvorteil Deutschland‘, die in Kooperation mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI), dem Institut für Fabrikbetriebslehre und Unternehmensforschung der TU Braunschweig, dem Beratungsunternehmen Miebach Consulting und der Germany Trade & Invest GmbH entstanden ist. Die Untersuchung zeigt, dass der Standort Deutschland trotz teilweise nicht ausgeschöpfter Potenziale gut aufgestellt ist. Ein Großteil der etwa 300 befragten Unternehmen sieht in Bezug auf klassische Standortfaktoren wie dem hohen Grad der Mitarbeiterqualifikation, den infrastrukturellen Verhältnissen und den hohen Qualitätsstandards in Deutschland Vorteile gegenüber anderen Ländern. Für die Studie wurden Vorstände, Geschäftsführer und leitende Angestellte in mittelständischen deutschen Unternehmen und Konzernen befragt. Dabei kommt rund die Hälfte der Teilnehmer aus Automobilindustrie und Anlagen- und Maschinenbau.

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