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Symbiose zwischen BlackBerry, Scada und SPS


Bedienen und Beobachten mit Smartphones



"Wir benötigen beim Ausfall der Maschine X eine sofortige Alarmmitteilung für unsere Servicekräfte und sie müssen genau Bescheid wissen, was passiert ist." So oder ähnlich lauten heutzutage Anforderungen, die Unternehmen und Anlagenbetreiber an ihre Zulieferer oder den Anlagenbauer stellen.

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In der Vergangenheit hat dann der Zulieferer oder der Anlagenbauer mit eigenen Mitteln auf verschiedenste Weise versucht, der Aufgabe der Alarmmeldungen zu bewältigen. Sei es mit Mitteilungen per SMS, E-Mail oder über eigens dafür erstellte Websites. Meist jedoch mehr schlecht als recht. Denn alle diese selbst konstruierten Systeme haben das Problem, dass keine gesicherte Mitteilung gewährt werden kann. Auch ist ungewiss, wie lange die Übermittlung der Meldung an die zuständige Servicekraft dauert. Zusätzlich sind diese Systeme recht aufwendig in der Pflege und Anpassung - wenn zum Beispiel Anlagenteile verändert werden. Auch die Darstellung der Daten ist nicht immer optimal für die Personen ausgelegt, die die Anlage betreiben, warten oder in Betrieb nehmen.

Die Hintergründe dafür sind systembedingt, so wie auch die Systeme selbst entstanden sind - sie basieren auf Technologien, die für die zwischenmenschliche Kommunikation konzipiert wurden. Für die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine oder gar für die sogenannte M-to-M-Kommunikation (machine to machine) sind sie ungeeignet. Scada-Systeme bieten sich für diese Aufgaben viel besser an. Es sind Visualisierungssysteme, die in der Regel im Leitstand arbeiten und komplexe Anlagen visualisieren. Die Systeme besitzen eine weit reichende Benutzerverwaltung, die man mit CRM- oder ERP-Systemen vergleichen kann. Integrierte Meldungs- bzw. Alarmlisten und ein eingebautes, auf die jeweilige Anlage bezogenes Reporting gehören im Regelfall ebenso zum Repertoire der Systeme. Es zeigt sich deutlich, dass die vorhandenen mobilen Lösungen den Ansprüchen der Märkte nicht gerecht werden. Scada-Systeme wiederum erfüllen zwar die Anforderungen, sind jedoch nicht mobil verfügbar. Was liegt also näher, als die Entwicklung eines mobilen Scada-Systems?

Scada-Funktionalitäten mobil und ortsunabhängig



Durch die Kooperation von RIM (Research in Motion, Hersteller der BlackBerry-Lösung), Schad und Mitsubishi werden Mobilität der BlackBerry-Endgeräte, Scada-Funktionalität von Extend 7000 und technisches Anlagen-Know-how von Mitsubishi vereint. Gleiches gilt für die Stärken der Global Player Mitsubishi Electric und BlackBerry in Bezug auf Flexibilität sowie Markt-Erfahrung und Vernetzung. Scada-Systeme zeichnen sich durch die drei wichtigen Funktionen 'Benachrichtigung', 'Beobachten' und 'Bedienen' aus. Diese Funktionen werden durchgängig mobil zur Verfügung gestellt und beeinflussen somit direkt die Arbeitsweise und Organisation der Anwender.

"Die Systeme, die es bisher auf dem Markt gibt oder die sich die Unternehmen selber basteln, haben alle mehr oder weniger Macken. Einige Firmen setzen etwa auf eine Störungsmeldung per SMS auf das Handy oder einen PDA. Meist werden die Nachrichten aber von einem zentralen Schaltkasten aus versendet, an dem gleich mehrere Anlagen hängen. Immerhin - aber wo das Problem genau liegt, wird dabei nicht angezeigt und die Mitarbeiter wissen nicht, wer sich um die Störung kümmert, was häufig zu wilder Telefoniererei führt."
Achim Kampker, Leiter des Lehrstuhls für Produktionsmanagment an der RWTH Aachen
Die Benutzer erhalten Benachrichtigen in Echtzeit, unabhängig davon, wo sie sich räumlich befinden. Dadurch wird die unbedingte Bindung an die statische Visualisierung aufgehoben. Durch die Möglichkeit, mobil auf Werte zuzugreifen und sogar aktiv in Anlagen und Prozesse einzugreifen, wird dieser Effekt noch verstärkt. Die technische Überwachung und Betreuung von Anlagen wird somit sowohl Onsite als auch Offsite - beispielsweise bei Bereitschaftsdiensten - ortsunabhängig. Die Reaktionszeiten auf Störungen können verringert, technisches Expertenwissen kann flexibel und über weite Strecken hinweg eingesetzt werden. Auch Betriebskosten können bei gleichzeitiger Erhöhung der Servicequalität verringert werden.

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Autoren: Heiko Weichert ist Mitarbeiter der European Marketing Group bei Mitsubishi Electric Europe B.V.; Christian Schad ist Geschäftsführer der Schad GmbH in Hamburg.

IT&PRODUCTION, 04-2010



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