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Rolf Mölders im Gespräch:


Intelligenz wird erschwinglich



Bislang waren Business Intelligence (BI)-Lösungen komplex, teuer und in der Regel Großunternehmen vorbehalten. Eine neue Generation Software-Lösungen ermöglicht heute auch mittelständischen Firmen den Einstieg in die BI-Welt. Sie nutzt Web-Technologie in Verbindung mit weit verbreiteten Datenbanklösungen. IT&Production sprach mit Rolf Mölders über Chancen und Potenziale solcher Lösungen.

Stefanie Philipp: Woran liegt es, dass BI im Mittelstand bisher wenig verbreitet ist?

Rolf Mölders: Die etablierten BI-Anwendungen der großen Softwarehersteller sind nicht nur zu teuer und zu komplex, sondern meist am Bedarf von Mittelständlern vorbeientwickelt. Gerade der Mittelstand benötigt dringend BI-Lösungen, wird aber von den etablierten Anbietern meist nicht als Zielgruppe wahrgenommen.

Stefanie Philipp: Können bestehende Branchenlösungen die BI-Ansprüche abdecken?

Rolf Mölders: Anbieter von Branchenlösungen bieten in der Regel BI-Module mit einer Reihe von Standardabfragen an. Jedoch passen diese Standardabfragen meist nicht optimal zu den Anforderungen eines Unternehmens und die Erweiterung oder Anpassung ist wiederum mit hohen Kosten verbunden.

Stefanie Philipp: Wie müsste BI-Lösung für den Mittelstand aussehen?

Rolf Mölders: Eine zukunftssichere und vor allem kostengünstige Lösung nutzt das Web als Basis und wird als Web-Portal eingerichtet. So können die darunter liegenden Anwendungen sowie Datenbestände ohne Änderungen genutzt werden. Anwender benötigen nur einen Browser für den weltweiten Zugriff, was die Pflege vereinfacht, da weder Client-Programme installiert noch Updates eingespielt werden müssen.

Rolf Mölders, Geschäftsführer von iCross
Stefanie Philipp: Lassen sich Einsparungen verglichen mit marktüblichen Standard-BI-Anwendungen beziffern?

Rolf Mölders: Gerade beim Thema Kosten können webbasierende Portallösungen punkten. Wir haben Erfahrungswerte aus zahlreichen Projekten, auch mit "BI-Klassikern": abhängig von verschiedenen Rahmenbedingungen kann dabei allein die Programmierung einer einzigen Abfrage mit bis zu 50.000 Euro zu Buche schlagen.

Stefanie Philipp: Was macht den Erfolg von BI-Projekten aus?

Rolf Mölders: Unternehmen sollten weniger Geld in Software und mehr Zeit in die Vorbereitung investieren. BI ist ein leistungsfähiges Werkzeug, kann aber nur die Ergebnisse liefern, die auch abgefragt werden. Es ist ganz einfach: Damit Business Intelligence aus dem System fließen kann, muss vorher menschliche Intelligenz hineinfließen.

Rolf Mölders ist Geschäftsführer der iCross Software GmbH.
Internet: www.icross.de   


IT&PRODUCTION, 11-2007



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