ANZEIGE
Beitrag drucken

Von der Realität zum digitalen Modell und zurück

Durch Reverse Engineering lässt sich auf Basis von 3D-Messungen das digitale Modell eines Bauteils erstellen – beispielsweise zum Nachfordern von Ersatzteilen. Der neue Fachausschuss ‚Reverse Engineering? der VDI-GPP fokussiert dieses Thema und lädt zur Mitarbeit ein.

Teure Investitionsgüter wie Maschinen und Anlagen müssen lange halten und stammen oft noch aus einer Zeit ohne digitale Dokumente und Modelle. Wenn für solche Anlagen ein Ersatzteil mit modernen Methoden nachgefertigt werden muss, ist das ein Fall für teure Handarbeit – oder aber für Reverse Engineering auf Basis von 3D-Messungen mit optischen Technologien und Software, mit der  aus den Messdaten ein digitales Modell des benötigten Teils erstellt werden kann. Das Reverse Engineering bietet neue Möglichkeiten, um Zustandsbestimmung, Ersatzteilfertigung und Reengineering in der Instandhaltung effizienter zu gestalten und Investitions- und Lebenszykluskosten zu optimieren. Es findet sich zunehmend in allen Phasen des Produktlebenszyklus wieder, die Vielfalt und Komplexität der Anwendungsfälle wächst.

Vielfalt und Komplexität strukturieren

Der neue Fachausschuss ‘Reverse Engineering’ der VDI-GPP hat sich vorgenommen, diese Vielfalt und Komplexität zu strukturieren. Welche Anwenderszenarien gibt es? Welche Technologie ist für welche Anwendung optimal? Wie ist der Stand der Technik, wie funktionieren die Prozesse, was muss der Nutzer, was müssen Hardware und Software können? Welche Schnittstellen zum Datenmanagement und zu anderen Prozessen im Unternehmen gilt es zu beachten? Diese und weitere Fragen sollen geklärt und die Antworten in einer VDI-Richtlinie zusammengefasst werden. Interessierte Anwender, Betreiber, Entwickler und Hersteller, sind zur Mitarbeit aufgerufen. Anfragen per E-Mail mit dem Betreff ‘Mitarbeit beim FA Reverse Engineering’ nimmt Dr. Heinz Bedenbender unter bedenbender@vdi.de entgegen.

(Quelle:VDI/Bild:Fruanhofer IPK)


Das könnte Sie auch interessieren:

So führt IT neue digitale Geschäftsmodelle zum Erfolg

Anfang November geht es beim IT-Kongress Insight um digitale Geschäftsmodelle und ungenutzte Daten. Bergsteiger-Ikone Reinhold Messner spricht in seiner Keynote über die Parallelen zwischen Markt und Gipfelsturm.
‣ weiterlesen

Künstliche Intelligenz: Eher Chance als Bedrohung?

77 Prozent der Deutschen glauben, dass künstliche Intelligenz den Alltag erleichtern wird. Das zeigt eine Umfrage von PWC. 58 Prozent der Befragten hoffen durch die neue Technik auf eine Lösung des Fachkräftemangels.
‣ weiterlesen

Die Zeit für Planung, Entwicklung und Produktion von Erzeugnissen wird immer knapper bemessen. Um mit dem Wettbewerb Schritt zu halten, kommen Unternehmen um die IT-gestützte Steuerung der Engineeringprozesse kaum herum. Es geht um die vernetzte Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen am Produkt. Dabei helfen beschriebene Produktstrukturen im digitalen Zwilling. ‣ weiterlesen

Das Fraunhofer IAO lädt Interessierte zum dritten Esslinger Forum ein. Die Veranstaltung soll die Bedeutung des Internets der Dinge deutlich machen.

‣ weiterlesen

Planung und Einkauf entlastet

Präzise Technik fordert vom herstellenden Unternehmen ein hohes Maß an Präzision in allen Prozessen. Beim Spanntechnikhersteller Zeroclamp ist das ERP-System die zentrale Instanz zur Unterstützung dieser Prozesse. Und die Lösung wächst mit dem Erfolg des Unternehmens. ‣ weiterlesen

Erfolg für alle sichtbar machen

Ein mittelständischer Metallverarbeiter aus Rheinland-Pfalz hat mit wenig Aufwand enorme Effektivitätssteigerungen seiner Fertigungsanlagen erreicht. Wichtige Kennzahlen werden nun direkt an der Fertigungslinie dargestellt. ‣ weiterlesen