ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Beitrag drucken

Schlanke Systeme für Werkhalle und Lager

Thin Client als Alternative zum Industrie-PC

Thin Clients spielen bei der effizienten Gestaltung von Produktion und in der Organisation ganzer Maschinenparks zunehmend eine größere Rolle. Die schlanken Rechner kommen verstärkt auch in logistikintensiven Maschinen- und Lagerhallen zum Einsatz.

Bild: ads-tec

Einfache und flexible Bedienkonzepte werden für die Koordination von Automatisierung und Lagerlogistik immer wichtiger. Dazu bietet sich der Einsatz von so genannten Thin-Clients an – also Rechnern, die lediglich als Anzeige sowie zum Erfassen von Nutzereingaben dienen. Die Verarbeitung der Daten erfolgt auf einem Zentralrechner im Firmennetzwerk.

Thin-Clients entsprechen von ihrer Ausstattung her vollwertigen Industrie-PC, können aber im Gegensatz zu Komplettsystemen auf hohe Rechenleistung verzichten – das senkt Kosten und Wartungsaufwand. Schließlich fallen in Maschinen- und Lagerhallen nur selten komplexe 3D-Visualisierungen an. Vielfach übernehmen die verwendeten Rechner lediglich Kontrollfunktionen, etwa als Schaltschrank-Panel-PC oder Mobilterminal auf Staplern.

Breites Hardware-Angebot

Inzwischen steht eine breite Palette an robusten Endgeräten zur Verfügung, die von Embedded-Lösungen über Industrie-PC (IPC) bis hin zu Tablet-Rechnern reichen. Die Rechner des deutschen Herstellers und Entwicklers ADS-TEC arbeiten auf Basis von Embedded-Betriebssystemen wie Microsoft Windows CE, Windows Embedded XP oder 7E 32-Bit sowie Embedded Linux. Der Hardware-Anbieter führt verschiedene Geräte mit Bildschirmdiagonalen zwischen acht und 21,5 Zoll im Sortiment, die Geräte verfügen über stabile Aluminiumdruckgussgehäuse mit Fronttasten, optionalem Front-USB und resistiver 5-Wire-Touchscreenbedienung.

Die WLAN-Kommunikation erfolgt in der Regel über den schnellen Industrie-Funkstandard 802.11 n. Beim serverbasierten Thin Client-Computing greifen die Clients auf Daten und Software eines zentralen Servers zu. Daten und Konfigurationen werden nicht auf den Clients, sondern auf dem Server gespeichert und dort zentral verwaltet. Die gesamte Administration kann daher zentral und unabhängig von den Clients erfolgen. Das macht die Geräte zu einer wirtschaftlich sinnvollen Alternative zu Standard-Industrie-PC. Thin Client-Lösungen bedürfen dabei vielfach nur eines einzigen Hochleistungsrechners, über den alle Daten außerhalb der Halle, etwa in einem wohltemperierten Serverraum, verwaltet werden. Das Front-End an der jeweiligen Bedienstation übernimmt dabei ein Schaltschrank- oder Touch-Panel PC.

Hohe Standards am Endgerät

Beim serverbasierten Computing muss der Anwender aktueller Gerätegenerationen nicht auf branchenübliche Standards verzichten. Moderne Thin-Client-Lösungen bieten trotz kompakter Bauweise auf Wunsch Schnittstellen wie RS232, Highspeed-Gigabit-Ethernet und USB 2.0, über die Peripheriegeräte wie Drucker und Scanner angeschlossen werden können.

Einfacher Gerätewechsel

Käufer entsprechender Terminals sollten je nach Einsatzzweck auch den Blick auf Erschütterungssicherheit, Staub- und Spritzwasserschutz sowie Temperaturbeständigkeit der Geräte nicht scheuen. Industriestandards wie IP 65 oder MIL geben Hinweise etwa auf Dichtigkeit und Schockbeständigkeit der Rechner. Zudem gilt es darauf zu achten, dass die Geräte mit innenliegenden Antennen arbeiten und ohne bewegliche Teile wie Lüfter und Festplatten auskommen. Das senkt den Wartungsaufwand und erhöht die Lebenszeit der Clients. Der wichtigste Vorteil entsprechender Terminal-Lösungen liegt aber in der leichten Austauschbarkeit des angeschlossenen Front-End-Geräts: Fällt eines aus, muss nach dem Anschluss des Ersatzterminals meist nur eine neue IP-Adresse vom Server vergeben werden, die aufwändige Software-Installation entfällt.


Das könnte Sie auch interessieren:

Anagnost ist neuer CEO von Autodesk

Andrew Anagnost ist aber sofort neuer CEO und Präsident von Autodesk. Amar Hanspal, Senior Vice President, Chief Product Officer und Interims-Co-CEO, hat sich dazu entschlossen, das Unternehmen zu verlassen.

‣ weiterlesen

„Komplexität ohne Aufwand“

Im globalen Wettbewerb um Kosten, Qualität und Flexibilität sind die Anforderungen an produzierende Unternehmen rasant gestiegen: Aspekte wie Ressourceneffizienz, Kostenersparnis oder auch wirtschaftliche Fertigung in Losgröße 1 zwingen zum Hinterfragen von Prozessen und der Suche nach alternativen Produktionsverfahren. Additive Fertigung, beziehungsweise der 3D-Druck, gewinnt branchenübergreifend an Relevanz. Trotz bekannter Potenziale steckt der breite Einsatz in der Praxis jedoch noch in Kinderschuhen. Initiativen wie das EU-Forschungsprojekt Bionicaircraft tragen dazu bei, neue Technologien, Methoden und Konzepte für den effizienten Einsatz der Additiven Fertigung zu entwickeln. Michael Schwartz (Bild) äußert sich im Interview zum Status quo additiver Fertigung in der Industrie. Schwartz ist Manager für innovative Aerospace-Lösungen bei Cenit, einem Unternehmen, dass sich auch als Partner in dem EU-Projekt engagiert. ‣ weiterlesen

Fehler effizient reduzieren

Ein funktionierendes Fehlermanagementsystem ist eine wichtige Säule des Qualitätsmanagements. Eine detaillierte Erfassung und Zusammenführung aller Fehlerinformationen sowie deren Analyse ist unabdingbar, um Planung und Ablauf von Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen zu ermöglichen.
‣ weiterlesen

Achim Berg ist neuer Bitkom-Präsident

Der Bitkom hat im Rahmen seiner Jahrestagung einen neuen Präsidenten gewählt: Achim Berg soll in den kommenden beiden Jahren die Geschicke des Verbandes führen.

‣ weiterlesen

Die ‚See what I see‘-Datenbrille der Advanced Mobile Applications ist seit kurzem auf dem deutschsprachigen Markt erhältlich. Als Anwendung für Datenbrillen verschiedener Hersteller erlaubt Xpert Eye einem Beobachter, den Träger der Brille aus der Ferne zu unterstützen. ‣ weiterlesen

Ersatzteile on demand im 3D-Metalldruck

Anwender des 3D-Metalldrucks entdecken zunehmend die neuen Möglichkeiten und Freiheiten, die eine additive Fertigung eröffnet. 3D-Konstruktionen führen zu neuen Produktlösungen. Bisweilen werden Fertigungs- und Logistikkonzepte völlig neu aufgesetzt. Die Jung & Co. Gerätebau GmbH, Hersteller von Edelstahlkomponenten, setzt auf die additive Fertigung, um Ersatzteile für Getränkeabfüllanlagen schneller verfügbar zu haben. Der Ansatz überzeugt in einer Branche, in der ‚Zeit ist Geld‘ mehr als eine Floskel ist. Thomas Lehmann, Geschäftsführer von Jung & Co., spricht im Interview über das Einsatzgebiet und die Vorteile des 3D-Metalldrucks. ‣ weiterlesen