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Produktionsabläufe mit Verfallsdatum

Geplante Flexibilität

Die Produktion von Lebensmitteln ist zeitkritisch, der Markt starken Schwankungen ausgesetzt. Um diese Bedingungen im Produktionsprozess abbilden zu können, bedarf es exakter Planung – bei gleichzeitig höchstmöglicher Flexibilität. Der Lebensmittelhersteller Danone setzt daher in seinen Werken in Mexiko, Argentinien, Russland und Frankreich zur Kommunikation zwischen Produktion und Lieferkettenmangement eine spezialisierte Software ein.

Bild: Danone

Ob Fruchtzwerge, Dany Sahne oder Activia – Milchprodukte von Danone finden sich in nahezu jedem Kühlschrank. Der multinationale Getränke- und Lebensmittelhersteller hat seinen Hauptsitz in Paris und verfügt über Niederlassungen in rund 120 Ländern. 81.000 Mitarbeiter arbeiten für die Danone Gruppe, die insgesamt einen Jahresumsatz von rund 15,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Mehr als die Hälfte des Umsatzes, genau genommen 56 Prozent, kommt von den Milchmischprodukten, die das Unternehmen in über 40 Werken weltweit herstellt. Das Portfolio reicht dabei von Joghurt über Trinkjoghurt und Desserts bis hin zu Frischkäse.

Die Herstellung der Produkte erfordert hohen Aufwand: Um zum Beispiel Joghurt zu produzieren, muss der Lebensmittelhersteller zunächst die Milch pasteurisieren und fermentieren, um die benötigte Joghurtmasse zu gewinnen. Die Rohmasse landet dann in Behältern unterschiedlicher Größe, je nach Sorte werden Früchte oder andere Ingredienzen beigegeben. Bis zu zehn unterschiedliche Typen an Joghurtmasse entstehen so, die sich außerdem nach Sahnegehalt und Joghurtkulturen unterscheiden. Ein typisches Werk produziert auf diese Weise mehr als 100 fertige Produkte auf zehn bis 20 Verpackungslinien.

Hoher Planungsaufwand für Frische und Qualität

Von der Pasteurisierung und der Fermentierung bis zur Lagerung können die Produkte wiederum durch bis zu 100 verschiedene Behälter wandern. Und da es sich um Lebensmittel handelt, gilt es während des Produktionsprozesses höchste Hygiene- und Gesundheitsstandards einzuhalten. So dürfen die Produkte beispielsweise keine allergieauslösenden Stoffe enthalten, die Herkunft muss nachweisbar sein und natürlich müssen die Erzeugnisse so frisch wie möglich zum Verbraucher kommen. Die Produktion bedarf daher höchster Genauigkeit in der Planung.

Vor allem zwei Produktionsschritte gilt es dabei exakt aufeinander abzustimmen: die Verarbeitung der Rohstoffe wie Milch, Milchpulver und Joghurtkulturen in Joghurtmasse sowie die Abfüllung und Verpackung des Endprodukts. Dabei muss die richtige Menge an Joghurtmasse zum richtigen Zeitpunkt fertig sein, passend bereit stehen und so schnell wie möglich genutzt werden. Die Ablaufplanung muss dabei eine ganze Reihe von Herausforderungen meistern: Je nach verfügbaren Verbindungen zur Befüllungs- und Verpackungslinie muss entschieden werden, welche Joghurtmasse und wie viel davon in jedem Behälter produziert wird.

Außerdem muss der richtige Zeitpunkt für die Reinigung der Behälter und Leitungen gefunden werden. Der Materialverbrauch muss exakt mit der Verfügbarkeit und Frische der Joghurtmasse synchronisiert werden. Hinzu kommt, dass das Werk eine ganze Reihe an gesetzlichen Anforderungen bezüglich getrennter Aufbewahrung und Nachverfolgbarkeit beachten muss. Und nicht zuletzt darf es nicht mehr produzieren, als Verpackungs-, Lager- und Transportkapazitäten vorhanden sind.


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