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Hyperkonvergente Infrastruktur

Die virtuelle Maschine am Werk

Die Vernetzung der Produktionsanlagen fordert gerade global agierende Fertigungsunternehmen dauerhaft – denn fertig ist man damit so gut wie nie. Dabei entscheidet sich auch am IT-Grundgerüst, wie leicht die stetigen Systemanpassungen und internationalen Rollouts von der Hand gehen. Bei der Maschinenfabrik Reinhausen verfolgt man hierbei den Ansatz der Virtualisierung in einer hyperkonvergenten Infrastruktur.



Bild: Maschinenfabrik Reinhausen GmbH

Das Kerngeschäft des Energietechnikanbieters Maschinenfabrik Reinhausen ist die Regelung von Leistungstransformatoren. Dazu kommt ein Produkt- und Dienstleistungsportfolio, das zum Beispiel auch Lösungen rund um die Einspeisung erneuerbarer Energien umfasst. 50 Prozent des Stromes weltweit laufen durch die Geräte der Maschinenfabrik, die neben ihrem Firmensitz in Regensburg 31 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in aller Welt unterhält und mit seinen mehr als 3.200 Mitarbeitern einen jährlichen Umsatz von über 700 Millionen Euro erwirtschaftet. IT-seitig war es das Ziel des Anbieters, seine weltweit aufgestellte, heterogene Infrastruktur zu verschlanken sowie Datenhaltung und Sicherheit an allen rund 40 Standorten auf den neuesten Stand zu bringen.

Weichen auf Wachstum gestellt

„Unsere Vision ist es, als Premiumzulieferer im Transformatorenbereich weltweit zu 100 Prozent präsent zu sein“, sagt Gerhard Reichl, Global Head of IT, Maschinenfabrik Reinhausen und führt aus: „bislang sind wir es bereits zu 50 Prozent. Uns war klar, dass wir unser ambitioniertes Ziel nur dann erreichen können, wenn unsere IT-Infrastruktur uns die optimale, zukunftsfähige Grundlage dafür bietet – leider war sie jedoch zu Beginn des Projektes alles andere als optimal.” Die Systemlandschaft wurde war im Zuge des jahrelangen Wachstums immer wieder angepasst, an den einzelnen Standorten kamen jedoch teils völlig unterschiedliche Systeme zum Einsatz. Als Gesamtbild zeigte die IT-Infrastruktur der Maschinenfabrik Reinhausen das typische Profil einer heterogenen Struktur: Es fehlte eine klare Strategie in Bezug auf die Datenhaltung und die Datensicherung; die Replikation und das Backup an den Außenstellen waren vergleichsweise zu langsam und ineffektiv. Die Tatsache, dass an den einzelnen Standorten unterschiedliche Systeme zum Einsatz kamen, bedingten zudem einen überproportional hohen Verwaltungsaufwand.



Ziel der IT-Initiative bei der Maschinenfabrik Reinhausen war es unter anderem, die IT-Infrastruktur inklusive aller Niederlassungen zu vereinheitlichen und auch die Backups der Außenstellen auf Basis einer einheitlichen Lösung zu konsolidieren. Dabei wurde auch eine durchgängige Sicherheitsstrategie umgesetzt. Bild: Maschinenfabrik Reinhausen GmbH


Legacy-Ansatz geprüft und verworfen

Das IT-Team des Herstellers evaluierte zunächst einen Legacy-Ansatz, kam mit Unterstützung des externen Beraters EDV-BV jedoch zu der Erkenntnis, dass der Wechsel auf eine sogenannte hyperkonvergente Infrastruktur in diesem Fall die beste Lösung war. Bei einem solchen System lassen sich integrierte Technologien zentral über eine gemeinsame Schnittstelle verwalten. Die Infrastrukturen selbst sind vergleichsweise leicht durch zusätzliche Teilnehmer erweiterbar. Gleichzeitig spielt die Virtualisierung von Workloads bei dieser Methode eine wichtige Rolle. Und genau hier konnte der Hersteller durch seine langjährige Nutzung von vCenter schon Erfahrungen vorweisen. Unter den unterschiedlichen Hyperkonvergenzkonzepten fiel die Wahl relativ schnell auf Simplivity. An der Lösung überzeugten die Bandbreitenschonende Übertragung der Daten sowie die leichte Skalierbarkeit des Systems. Für die Maschinenfabrik Reinhausen war es zudem entscheidend, direkt alle Außenstellen anbinden zu können. Das System brachte dafür die Möglichkeit mit, bereits mit einem ‘Node’ pro Niederlassung zu starten. „Die einheitliche Struktur und der einfache Aufbau der Systeme sind per se ein Pluspunkt und bringen einen entsprechend überschaubaren Support-Aufwand mit sich“, erläutert Alexandra Reis, Geschäftsführerin von EDV-BV.

Erster Schritt: Rollout an acht Standorten

Der Produzent entschied sich für den Anfang für ein Set aus insgesamt 13 Systemen, bestehend aus zwei Omnicube CN3400, sieben Omnicube CN2400 sowie vier Omnicube CN 1200. Implementiert wurden sie an acht Standorten. Auch beim Design der Datensicherungsinfrastruktur arbeietten Hersteller und IT-Dienstleister EDV-BV zusammen. Innerhalb der neuen Struktur können globale De-Duplizierungslösungen nativ verwendet werden und die Daten aus den Niederlassungen damit leicht in die Zentrale gespielt und gesichert werden. Das Löschen einzelner Backups ist über viele Jahre nicht zulässig. Dabei stehen für die Replizierung der Backups in die Zentrale nur begrenzte Zeitfenster außerhalb der Produktionszeiten zur Verfügung. „Unser Plan, unsere Infrastruktur gleichzeitig zu vereinfachen und dabei noch zu optimieren, ging voll auf“, sagt Gerhard Reichl von der Maschinenfabrik Reinhausen. Nach Inbetriebnahme der Lösung konnte der Administrationsaufwand verringert und die Systemleistung, Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit verbessert werden. Zudem sind heute die lokalen und remote durchgeführten Backups integriert und der Umgang mit ihnen stark vereinfacht. Dafür sorgt mit der ‘Global Dedupe’ eine Systemfunktion, um Daten von Remote Offices ins zentrale Rechenzentrum zu tranferieren. Bei der Auslegung und Implementierung des System dachten die IT-Verantwortlichen aber auch an einen Systemfall: Kommt es einmal dazu, beschleunigt die Infrastruktur die Recovery Time im Vergleich zu früher deutlich. Als nächste Schritte sind die Konsolidierung der Backups auf eine einheitliche Datensicherungslösung geplant, darüber hinaus die Standardisierung der Hardwaresysteme an den Außenstellen, da dies letztlich sowohl eine optimierte WAN-Auslastung als auch eine damit verbundene vereinfachte Administration mit sich bringt.

Die virtuelle Maschine am Werk
Bild: Maschinenfabrik Reinhausen GmbH



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